Landesverrat - oder der Streisand-Effekt mal anders

August 3rd, 2015

Das Wochenende ist voller Streß - und dabei so ereignisreich. Das gilt schon seit einigen Tagen, denn seit dem 30. Juli wirft man Netzpolitik.org - genauer den beiden Redakteuren Markus Beckedahl und Andre Meister - Landesverrat nach § 94 Strafgesetzbuch (StGB) vor.

Ermittelt wird durch den Generalbundesanwalt Harald Range, ausschlaggebend waren Berichte über den geheimen Budgetplan der Geheimdienste (ich berichtete im April darüber). Also nach mehreren Monaten fällt dem Generalbundesanwalt auf, dass es etwas zu ermitteln gibt. Erstaunlich, wo er doch jahrelang keinen Anlaß sieht, bezüglich der NSA und des Abhöres des Kanzler-Telefons zu agieren.

Allerdings agieren dann andere - und hacken scheinbar als Wutangriff die Website des Generalbundesanwalts. Und veröffentlichen auch gleich einen Datenbank-Dump. Einfach nur kurios, so etwas.

Am Freitag dann läßt der Generalbundesanwalt über die FAZ verlauten, dass er das Verfahren vorerst ruhen lassen wollte, um ein Gutachten einzuholen, was wohl nur im Rahmen eines Ermittlungsverfahren ginge. Soso. Netzpolitik.org bezeichnet das Ganze als Nebelkerze. Es würden weiter Hausdurchsuchungen drohen (und nach ein paar Tagen sicher weitläufiger, da ja schon mehr Material beiseite geschafft sein könnte), da das Verfahren nicht eingestellt wurde, sondern eben nur ruht.

Und dann rügt der Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) als oberster Chef des Generalbundesanwalts ebendiesen. So, als ob er zuvor nicht über diese Ermittlungen informiert worden sei. Man hat echt den Eindruck, jeder will sich seine Weste weiß waschen lassen.

Wer Netzpolitik.org unterstützen will, kann gerne spenden.

Fails im Juli

August 3rd, 2015

Gestern gesehen und für gut befunden - die Fails für Juli 2015 von der FailArmy. Viel Spaß damit.

Sicherheitsleck bei Froxlor

August 2nd, 2015

Froxlor ist ein Control-Panel (Verwaltungssoftware) für Server. Und hat momentan ein Sicherheitsproblem.

Davon erfährt man nicht auf der Homepage, sondern tief drunten im Forum: Dort hat der leitende Entwickler d00p bekanntgegeben, dass es aufgrund einer Sicherheitslücke eine neue Version von froxlor gibt. Aus diesem Grunde sollte man die aktueller Version so schnell wie möglich instalieren.

Wetter - geht's noch?

August 1st, 2015

In der heutigen Nacht von gestern auf heute soll es Bodenfrost geben. Also Null Grad oder weniger! Dann soll es zum Wochenende wärmer werden - um nächste Woche um diese Zeit 38 Grad zu haben.

Achtunddreißig Grad - geht’s noch? Echt, ich brauch dringend ein Erdloch, in dem es permanent zwischen 20 und 24 Grad warm ist …

SysAdmin-Day 2015

Juli 31st, 2015

Merry Sysmas! Heute ist SysAdmin-Day.

Huldigungen sind gern gesehen - am besten in Form von Kuchen oder Eis :>>

Fluggastdatensatz - oder der PNR

Juli 30th, 2015

“Fluggastdatensatz” klingt so schön überschaubar und angenehm. Das englische Kürzel PNR bzw. die Ausschreibung dessen als Passenger Name Record klingt da vielleicht schon etwas unheilvoller.

Es gibt mit verschiedenen Ländern auch genauso viele unterschiedliche Abkommen über die Weitergabe von solchen Datensätzen, die ganz schön umfangreich sind. Außer dem Namen und der eigenen Adresse sind noch mindestens 40 weitere Merkmale gespeichert. Dazu gehört der Essenswusch, die Art des Essens als auch die bisherige Historie und auch Informationen zu angemieteten und abgelehnten Mietwagen.

Malte Spitz, ein Politiker der Grünen, befaßt sich immer mal mit dem Thema Datenschutz. Und hat bezüglich des PNR mal nachgehakt - und die Zeit hat dazu einen Kurzartikel verfaßt. Und eine Organisation, die sich gegen die PNR bzw. die Weitergaben ebendieser stellt, findet sich unter NoPNR.org.

Sehr interessanter Lesestoff.


[Quelle: shopblogger]

1 & 1 und Overnight

Juli 29th, 2015

Bei dem Unternehmen mit den beiden Einsen im Namen hatte mein Kunde am Freitag eine SIM-Karte bestellt. Auf die sollte während der Umstellzeit, die der Telefonanbieter braucht, um den Anschluß an der neuen Adresse zu schalten, das Telefon auflaufen. Und auch von abgehen. Lösen wollten wir das dann mittels UMTS-Stick und einer FritzBox.

Also eigentlich alles kein Problem. Ich stellte dann nur fest, dass er keinen Versanddienstleister ausgewählt hatte. zur Verfügung stehen da GLS, DHL und Hermes. Da Hermes hier vor Ort meist mehrere Tage benötigt, habe ich angerufen und DHL nachtragen lassen. Also nachtragen im eigentlichen Sinne geht nicht, da die Anträge erst Montag bearbeitet werden würden - aber sie würde es der Bearbeiterin mailen und dem Antrag zufügen. Aha. Und es würde 2 - 3 Tage dauern. Das würde reichen, spätestens Donnerstag (also morgen) sollte die Karte vor Ort sein.

Den ersten Schock bekam ich am Montag nachmittag. Per Mail wurde dem Kunden mitgeteilt, dass der Antrag bearbeitet sei. Und per Hermes versendet werden würde. Das würde nix werden. Also rief ich nochmal an. “Ja, die Karte sei jetzt im Lager und wird verpackt, da kann man nix mehr ändern dran” war die Aussage der Mitarbeiterin. Wie lange denn so ein Verpackungsvorgang dauern würde, fragte ich nach.

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Fakturama umgezogen

Juli 28th, 2015

Fakturama ist ein kostenloses und als Open Source veröffentlichtes Programm zur Fakturierung, das auf verschiedenen Plattformen läuft. Vor ca. 14 Tagen habe ich gesehen, dass eine neue Version erschienen ist. Als ich diese herunterladen wollte, bekam ich die Website nicht mehr zu Gesicht.

Das Ganze ging die letzten 10 Tage so weiter - mal ein Time Out Error, mal gar nichts. Inzwischen weiß ich, warum das so ist: Fakturama ist umgezogen und nun erreichbar unter Fakturama.Info. Aus irgendwelchen mir unbekannten Gründen ist die Domainendung org nicht mehr aktuell, was aber wohl wieder geändert werden soll.

Immerhin - nun habe ich mir die neue Version heruntergeladen und werde sie ausgiebig testen (und dann wohl endlich nutzen).

Millionengewinn

Juli 27th, 2015

Wie gewinnt man Millionen? Man spielt beispielsweise Lotto. Allerdings sind die Chancen auf einen Gewinn eher gering.

Wie gewinnt man nun sicher im Lotto? Man spielt mit manipulierten Scheinen! So hat es auch der Sicherheitschef einer Lotteriegesellschaft gemacht. Er spielte mit einem Schein, der wohl erst nach der Ziehung abgegeben wurde, allerdings ein Datum von vor der Ziehung trug. Das ging nur, weil der Annahme-Computer mittels Rootkit manipuliert wurde und somit Datum und Uhrzeit verstellt wurden.

Und weil die Lottogesellschaft ja ein sicheres Spiel sicherstellen will, werden die PCs alle Nase lang neu installiert …

Somit mangelt es irgendwie an Beweisen für die in Aussicht stehende Strafe von 10 Jahren, so ein Bericht der Zeitung Des Moines Register.

Die Kamera, die den PC aufnahm, war während der fraglichen Zeit auch recht faul - 1 Sekunde pro Minute wurde aufgezeichnet. Reichte auch nicht ganz.

Fax-Alternativen

Juli 26th, 2015

Ja, ich lebe noch &#59;) Und habe leider vergessen, vorgeschriebene Posts freizuschalten …

Sorry, die letzten Tage waren etwas stressig, die nächsten werden es wohl auch noch. Ein Kunde zieht um, mit Vorlauf von knapp 10 Tagen weiß ich davon. Am 30. wird raus- und reingeräumt, dann soll die Technik mit allem drum und dran auf weniger Platz für einen Notbetrieb fast vollständig funktionieren, da die neuen Räumlichkeiten erst in den darauf folgenden 3 Tagen (übers WE) hergerichtet werden (Teppichboden, Kabel, etc.) Und die Telekom, die kommt dann 2 Tage später. Und bis dahin muß die Telefonanlage über Mobilfunk laufen. Und Internet ebenso.

Für die Faxe suche ich noch nach einer Idee. Fax über GSM/Mobilfunk scheint nicht zu funktionieren (zumindest nicht bei PrePaid). Hat jemand alternative Ideen? Es müssen Faxe ankommen und versendet werden können. Umfang: ca 200 Seiten pro Tag, ca. 5 Tage lang. Tips bitte in die Kommentare.

Graffiti-Kunst auf Grau

Juli 25th, 2015

Wer kann gut sprayen? Oder kennt jemanden, der das gut kann? Nun gibt es ein neues Ziel: die grauen Kästen der Telekom. Genauer gesagt: die Multifunktionsgehäuse der Kabelverzweiger an der Straße dürfen bemalt werden - wenn man die Zustimmung der Telekom hat.

Und die bekommt man recht fix. Einfach eine Email mit Motiv an produktion@telekom.de und auf Zustimmung hoffen. Die Telekom prüft dann, ob der Kasten überhaupt ihr gehört, den ihr verschönern wollt. Und wenn das Motiv bestimmte Regeln erfüllt, die im Flyer nachzulesen sind, steht der Zustimmung (fast) nichts mehr im Wege.

Noch schöner wäre es natürlich, wenn die Telekom die Farben oder sogar noch ein Künstler-Entgelt zahlen würde. Tja, man darf ja mal träumen …

Ein paar schöne Beispiele für Verschönerungen - da Bildrechte ungeklärt, sind die Bilder direkt vom Telekom-Blog eingebunden:

Mauerwerk (Bildquelle: Telekom)
Mauerwerk

Fahrrad (Bildquelle: Telekom)
Fahrrad

Hecke (Bildquelle: Telekom)
Hecke

Quelle: telekom

Zollbefreiung

Juli 24th, 2015

Nach einem Bericht der Tagesschau sollen auf ca. 200 Gerätearten aus dem Bereich IT die bisherigen Zölle ganz fallen. Das würde für die importierende Industrie in Deutschland eine Einsparung in “dreistelliger Millionenhöhe” in Euro bedeuten.

Ob diese dann auch an den Endkunden weitergereicht wird (zumindest im vollen Umfang) wage ich dann doch zu bezweifeln. Dürfte doch zu verlockend sein, den Preis noch ein Weilchen höher zu halten.

Gelten soll die Zollbefreiung dann ab Mitte 2016.

Offene Container - aus OCP wird OCI

Juli 23rd, 2015

Mitte Juni gründete sich ein Projekt, das für Container auf dem PC ein offenes, standardisiertes Format schaffen wollte. Und damit das Ganze transparenter und programmüberfreifender machen. Container sollen so recht einfach austauschbar werden.

Zu den Unterstützern des Projekts Open Container Project (OCP) gehören (alphabetisch sortiert) Amazon Web Services, Apcera, Cisco, CoreOS, Docker, EMC, Fujitsu Limited, Goldman Sachs, Google, HP, Huawei, IBM, Intel, Joyent, die Linux Foundation, Mesosphere, Microsoft, Pivotal, Rancher Labs, Red Hat und VMware.

Nun befürchtet man wohl Namensverwechslungen mit dem Open Compute Project - und benennt sich um in die Open Container Initiative (OCI). Ich wünsche mir, dass sie nicht nur einen Standard und Interoperationalität für die Container schaffen, sondern auch die Copyright-Probleme aus dem Weg geräumt bekommen. Denn die sind nun wirklich überflüssig.

Flüssige Luft als Stromspeicher

Juli 22nd, 2015

Strom aus regenerativen Quellen hat meist einen Nachteil: er ist nicht permanent verfügbar. Und wenn er verfügbar ist, ist es meist zu einer Zeit, zu der ein Überschuß an Strom existiert. Da fehlt(e) ein passender Speicher für die Energie.

Keuka Energy hat da jetzt einen passenden Speicher für: flüssige Luft. Die Windräder, die Keuka Energy Rimdrive nennt, erinnern an die Windräder in Western. Es sind Ringe aus Aluminium-Lamellen, die zwischen Windgeschwindigkeiten von 4 m/s und 20 m/s (entspricht ungefähr Windstärke 3 bis 8), arbeiten. Der Strom wird genutzt, um Lust zu kühlen und dadurch zu verflüssigen. Das Verfahren nennt sich Kyrogene Energiespeicherung. Die flüssige Luft wird abgepumpt und tranportiert und wird bei Bedarf erwärmt, damit sie wieder gasförmig wird. Bei dieser Wandlung durchströmt sie eine Turbine und erzeugt somit wieder Energie.

Das Verfahren wird in einer Pilotanlage getestet. Ist es erfolgreich, wird 2017eine 25-MW-Anlage aufgebaut.

Ein weiteres Verfahren, Energie zu speichern, sind Pumpspeicherkraftwerke. Hierbei wird der Stromüberschuß genutzt, um Wasser in ein höher gelegenes Becken zu Pumpen und bei erhöhter Nachfrage von Strom dieses dann wieder durch Turbinen ablaufen zu lassen. Allerdings gehen bei einem solchen Zyklus ungefähr 25 % der Energie aufgrund des Wirkungsgrades verloren (klar, sonst hätte man ja auch ein Perpetuum mobile &#59;) ).

Dieses Verfahren ein wenig abgewandelt ergibt iLand. Das “höher gelegene Becken” ist in diesem Falle eine künstlich aufgeschüttete Insel (ca. 11 m hoch) mit einem 30 m tiefem Becken in seiner Mitte. Strom aus Windkraft wird genutzt, um es leer zu pumpen. Wird dagegen Energie im Netz benötigt, werden die Schleusentore der Insel geöffnet. Das Wasser strömt durch Turbinen in das Becken. Es braucht ungefähr 4 Stunden, bis das Becken gefüllt ist.

iLand soll ca. 2021 einsatzfähig sein. Finde ich ein interessantes Konzept. Ich bin gespannt, was es noch für Ideen geben wird, Energie zu speichern.

Kundendaten

Juli 21st, 2015

Wie wichtig und vor allen Dingen, wie sensibel Kundendaten sind, dürfen jetzt die Kunden des Seitensprungportals Ashley Madison erfahren.

Auf Avid Life Media (ALM) - einem Betreiber unterschiedlcher Sex- und Dating-Portale - bestätigte den Einbruchsversuch und wies gleichzeitig darauf hin, die Sicherheitslücke inzwischen gestopft zu haben. Es soll einem Bericht des Sicherheitsbloggers Adam Krebs zufolge den Angreifern gelungen sein, die kompletten Nutzerinformationen des Seitensprungsportals zu kopieren. Dabei handelt es sich um ca. 37 Millionen Kundendaten!

Die Hacker selber begründen ihr Handeln mit dem falschen Versprechen ALMs, für 19 Dollar ein Nutzerprofil auf dem Seitensprungportal komplett zu löschen, was wohl so nicht erfolgt. Es würden nach Aussagen der Hacker noch diverse Informationen ungelöscht beim Anbieter verbleiben. Daher stellen sie die Forderung, die Websites Ashley Madison und Established Men offline zu nehmen - ansonsten würde mal alle 37 Millionen Kundendaten veröffentlichen.

Heute schon gewartet?

Juli 20th, 2015

Ich warte auf die Anzeige von verschiedensten Websites in meinem Browser manchmal recht lang. Das liegt allerdings an meiner Internetanbindung - Großstadt halt, manchmal mit nur knapp 1000 kBit/s. Was will man machen?

Andere warten richtig bewußt - insgesamt schon fast 50 Jahre. Und zwar, um die wohl meist-exklusivste Website des Netzes zu sehen (Selbstbeschreibung). Denn die kann immer nur ein Webbesucher sehen. Für eine Minute lang. Und man kann ein Nümmerchen ziehen, wenn man nicht sofort dran ist. Und sich vielleicht derweil die Zeit mit dem Lesen der zugehörigen Tweets auf Twitter vertreiben …

Das im Artikel beschriebene Button-Experiment läuft wohl leider nicht mehr. :(

Da ich wohl noch nicht zurück bin, ist dieser vorgeschriebene Post erschienen. Demnächst wieder Frisches …

[Quelle: dailymail]

Das Fairphone 2 ist vorbestellbar

Juli 19th, 2015

Seit Donnerstag (16.07.15) ist das zweite Fairphone vorbestellbar - und wird für deutsche Kunden wahrscheinlich 525 Euro kosten, wenn es bis Ende September bzw. solange Vorrat reicht vorbestellt wird (ich weiß nicht, ob bei einem Versand aus den Niederlande noch Zoll anfällt - der käme noch dazu).

Die zweite Version ist wie sein Vorgänger modular aufgebaut - so lassen sich Teile bei Defekt einfach wechseln. Oder bei technischen Weiterentwicklungen technisch bessere Teile einbauen, so dass das Gerät nachhaltig und lange genutzt werden kann. Ebenso läßt es sich um weitere Module erweitern, eine Erweiterungsschnittstelle ist eingebaut.

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Blog.de stellt Service ein

Juli 18th, 2015

Hallo,
Wir müssen Dir mitteilen, dass blog.de Mitte Dezember 2015 geschlossen wird. (…)

- so begann für viele “blog.de"-Blogger am 14. Juli der Tag. Blog.de stellt seinen Service zum 15. Dezember ein. Danach sind sämtliche auf dieser Plattform gehosteten Bogs nicht mehr erreichbar.

Bis dahin sollte also ein jeder Nutzer seinen Blog exportieren, was nun auch für Basis-Mitglieder kostenlos möglich ist. Wie genau das geht, findet man auf den Hilfe-Seiten. Allerdings erhält man wohl keinen Zugriff auf die Datenbank, sondern kann sich lediglich zwischen einer XML-Datei und einem PDF entscheiden.

Schade einerseits, zeigt es aber doch auch die Veränderungen in dieser schnellebigen Internetwelt. Nun gut, es gibt ja genug Mitbewerber.

Edit:
Da dies ein vorgeschriebener Post war, gleich noch ein paar Ergänzungen dazu: die Sonderzeichen-Probleme bei der XML-Datei scheinen behoben zu sein. Die Datei selbst kann für einen Wordpress-Import genutzt werden. Sie sollte halt nur nicht zu groß werden. Ist sie zu groß, läßt sie sich teilweise schon bei blog.de nicht erstellen. Am besten ist, man erstellt für jeden Jahrgang eine eigene XML-Datei, die man dann auch jeweils einzeln importiert. So umgeht man auch das Problem des Time-Out-Errors für Skripte beim Import.

Sollte man reichlich Posts haben, wird sogar eine monatliche Unterteilung angeraten.

Notbremsung - wieder einmal

Juli 17th, 2015

Die üstra schafft es immer wieder. Gerade eben bin ich unterwegs zum Zug. Fahrplanmäßige Zeit zum Umsteigen: 10 Minuten. Aber natürlich kommt die Straßenbahn schon 2 Minuten später. Und weil man seine Fahrgäste gerne überrascht, ist sie dann kurz vorm Ziel noch in ein rotes Signal reingerauscht. Das kostet dann auch noch mal 2 Minuten Wartezeit, bevor es überhaupt irgendwie weiter geht. Klasse. Im Endeffekt hatte ich jetzt noch 3 Minuten zum Umsteigen. Und das bei einer-normalerweise dauernden - Gesamtfahrzeit von 6 Minuten. Aber ne FahrkartenKontrolle, die geht scheinbar immer …

ProxyHam - einfach zu gut

Juli 17th, 2015

Manchmal haben Entwickler einfach geniale Ideen. Manches Mal so genial, dass es dann andere gibt, denen das genial zu genial ist. Und meistens ist die Idee oder das Produkt dann tot, weil der andere dann mehr Macht hat.

So wohl auch geschehen bei ProxyHam - ein Gerät, das Verfolgten helfen sollte. Und wahrscheinlich sah die NSA ihre Felle davonschwimmen und dann eben mal kurz eingegriffen. Anders ist es nicht zu erklären, dass Benjamin Caudill

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Enigma

Juli 17th, 2015

Enigma bedeutet im Griechischen “das Rätsel". Mit Enigma wurden auch die ca. 100000 bis 200000 hergestellten Verschlüsselungsmaschinen bedacht, die Deutschland während des zweiten Weltkrieges nutze. Geknackt werden konnten sie nur deshalb, weil die genutzten Passworte - aus Bequemlichkeitsgründen, man kennt das ja - zu schwach waren. Und natürlich, weil irgendwann die Maschinen und Codebücher in Feindesahnd gerieten. Hat aber auch damit recht lang gedauert.

Eine dieser noch erhaltenen Enigma-Maschinen ist bei Sotheby’s versteigert worden. Für 149.000 Britische Pfund. Also fast 212.000 Euro. Da frage ich mich doch - was macht man damit? Ich mein, letztlich kann man sich das doch höchstens als Schaustück irgendwo hinstellen, denn Simulationen der Enigma gibt es ja zu Hauf.

Weitere Informationen bietet auch das Deutsche Museum.

Mega mahnt megasearch ab

Juli 17th, 2015

Kim Dotcom, Unternehmer des Filehosters Mega, droht der Suchmaschine megasearch eine Klage an. Diese Suchmaschine sucht unter megasearch.co.nz in Foren verbreitete Links zu Dateien, die auf Mega liegen. Dort kann man seine Dateien geschützt und verschlüsselt ablegen - und natürlich auch durch Links mit anderen teilen. Hinter diesen Links verbergen sich dann in aller Regel urheberrechtlich geschützte Dateien wie Filme und Musik.

Offizieller Grund für die Klagedrohung: widerrechtliche Nutzung von Logo und Markennamen.Innerhalb von 7 Tagen soll die Site schließen - reagiert hat sie bisher wohl noch nicht.

Die Wahrheit über die Schuldenverhandlungen mit Griechenland

Juli 16th, 2015

fefe verweist auf einen wunderbaren Artikel, in dem ein Interview mit Yanis Varoufakis, dem ehemaligen griechischen Finanzminister, zu finden ist. Dazu gibt es bei fefe Auszüge und Kommentierungen, denen man nicht viel hinzufügen kann.

Letztlich zeigt sich wieder ganz deutlich, dass die EU Macht demonstrieren wollte. Macht, die sie über Griechenland haben - wie sich ja auch in den letztlich vorgeschlagenen und von Griechenland zu akzeptierenden Bedingungen zeigt. Eine Lösung des Problems an sich, schon gar eine, an der Griechenland mit eigenen Ideen mitgewirkt haben könnte, wurde vollständig abgelehnt bzw. verworfen.

Ganz besonders sieht man das in den letzten Absätzen des Artikels. Dort wird sogar darauf hingewiesen, dass es im Parlament eine ungefähr 5 Mann starke Truppe gab, die den Grexit vorbereitete. Und wie Varoufakis der Eurogruppe entgegentretten wollte - stark, aber dennoch nicht alle Verbindungen kappend.

Von daher ist es schade, ist das Problem der Schulden doch nur in die Zukunft mit noch mehr Schulden verschoben. Da Varoufakis studierter und promovierter Wirtschaftswissenschaftler ist, traue ich ihm einigen Sachverstand zu. In den Jahren vor seiner Politiker-Karriere hat er sich auch mehrfach zur griechischen Krise und deren Behandlung geäußert und machte eigentlich immer den Eindruck eines Vermittlers, der er wahrscheinlich auch jetzt sein wollte.

Ich finde es sehr schade, dass es zur Griechenlandkrise keine nachhaltige, vernünftige Lösung gibt. Und ich halte es da mit Varoufakis:

Der Euro ist nicht zukunftsfähig. Die Art und Weise, wie die EU diese Krise anging, war monumental idiotisch. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Situation nicht unter Kontrolle, Europas Bankensystem bleibt weiterhin fragmentiert, und wir bewegen uns eher in Richtung Nationalisierung der Politik als in Richtung Fiskalunion. Wenn wir Europas Probleme weiterhin so behandeln wie bisher, wird es in ein paar Jahren keinen Euro mehr geben.

[Yanis Varoufakis in einem Interview im Profil vom 27.01.2015]

Support von Windows Server 2003 eingestellt

Juli 15th, 2015

Seit Mitternacht nun hat Microsoft den inzwischen erweiterten Support von Windows Server 2003 und dem 2006 herausgebrachten Nachfolger Windows Server 2003 R2 eingestellt. Microsoft empfiehlt eine Migration auf Windows Server 2012 und MS System Center 2012. Ebenso sollte vom MS SQL Server 2005 auf den aktuellen MS SQL Server 2012 umgestiegen werden.

Aber wie das so ist mit dem Support-Ende - für manche gibt es einfach kein Ende. Und so hat die US Navy einen Supportvertrag über gut 9 Millionen US$ abgeschlossen, damit PCs und Server mit Windows XP und Windows Server 2003 auch weiterhin Support in Form von Patches erhalten. Gab es ja hierzulande ebenfalls zur Genüge. Ein Wahnsinn, wie das Geld verschleudert wird, wenn es nicht das Eigene ist.

Grund für diese Verträge sind auch hier Software-Altlasten, die angeblich nicht zeitgerecht umgestellt werden können. Obwohl natürlich auch hier die Ankündigung für das Support-Ende Jahre her ist :crazy:

Und mit welchen Betriebssystemen surft die Welt so? 2 Statistiken von Statcounter.com zeigen das mal auf. Die erste zeigt die Summen über ein Jahr ermittelt (Juli 2014 bis Juni 2015), die zweite nur den Juni 2015.

1. Jahressumme

Betriebssystem-Nutzung weltweit
Statistik von Statcounter.com über die weltweite Nutzung der verschiedensten Betriebssysteme

2. Monatssumme

Betriebssystem-Nutzung Juni 2015 weltweit
Die StatCounter.com-Statistik für die Verteilung der Betriebssysteme im Juni 2015

Das Hacking Team - oder vom Paulus zum Saulus?

Juli 14th, 2015

Das Hacking Team ist war ein Unternehmen, das sich dem ethischen Hacken verschrieben hatte. Es bot also Sicherheitschecks, Penetrationstests und Beratung an.

Doch scheinbar kann man damit nicht genug Geld machen. Und daher hat man die Seiten gewechselt - und bietet nun Tools an, um diversen Behörden oder sonstigen Einkäufern das Abschnorcheln von Daten zu ermöglichen sowie das Fernsteuern von fremden PCs. Das Ganze läuft dann unter dem Namen “RCS-Software (Remote Control System)", unter dem das Hacking Team die Software vertreibt.

Natürlich hält man sich als Unternehmen der EU - Hacking Team stammt aus Mailand in Italien - an Exportvebote. Und da Italien da mal genauer geschaut hat, hat es ein Exportverbot für die Software verhängt. Das war im Herbst 2014. Und war nur von kurzer Dauer, schließlich hat so eine Firma ja Lobbyisten - klar, wenn man nur an Behörden und Geheimdienste verkauft. Seit Dezember 2014 nun hat das Hacking Team eine unbeschränkte Export-Erlaubnis.

Und bringt somit die Software an den fiesesten Staat - wie z. B. den Sudan - deren Regierung natürlich im großen Stil Rechte verletzt, um die Bevölkerung zu unterdrücken. Und bestreitet vehement den Verkauf an solcherlei Unrechts-Staaten. Da muß wohl über Mittelsmänner gekauft worden sein. Oder alternativ: unsere Software kann auch Gutes - also die Berufung auf das “Dual Use“-Verfahren.

Das Programm bietet eine Vielzahl von Infektionswegen - so beispielsweise eine Infektion während eines Downloads einer beliebigen Datei. FTP- und HTTPS-Verbindungen allerdings kann das Tool noch nicht überwachen, daher versucht das Tool, solche zu unterbinden. Da Antiviren-Software ja ein Gräuel für solcherlei Software ist, muß es davor versteckt werden. Bei welcher AV-Software das klappt, zeigt eine Tabelle auf.

Faszinierend finde ich ja, dass eine solche Firma, die sich mit dem Thema Sicherheit befaßt, derart bei den eigenen Passworten geschludert hat. Vielfach waren Varianten von “Password” als solche gesetzt. Das zeigt dann doch sehr stark, wie sich solche eine Firma einschätz - beziehungsweise hier wohl eher überschätzt. UNS passiert schon nix.

Ich wünsche mir, dass solcherlei “Einbrüche” öfter geschehen. Wobei - eigentlich wünsche ich mir, dass solcherlei Software erst gar nicht geschrieben und schon gar nicht eingesetzt wird. Es ist traurig mitanzusehen, wie sich die Demokratie momentan selbst demontiert.

—-
Quelle: golem u. a.

Nachrichtenzentrale

Juli 13th, 2015

Hallo,

eine Nachricht von “Nadine86″ (0172 5378351) konnte nicht zugestellt
werden.

Nachricht anzeigen:

www.whatsapp-message-service.com

Viele Grüße,

Team Nachrichtenzentrale

Nervig, derlei Emails, die hier gerade zuhauf eintreffen. Und wie ich das sehe, an eine Email-Adresse die ich explizit bisher nur auf einem Blog genutzt habe. Da hat wohl mal wieder jemand Malware auf seinem PC …

Und erstaunlich, dass solch hochseriösen Nachrichtenzentralen einen generischen Yahoo-Account wie garovonpony@yahoo.com als Absender nutzen.

Edit:
Keine Ahnung, ob die Rufnummer eine Sondernummer ist. Vermuitlich eher eine, die irgendwo im Internet aufgetaucht ist. Oder alternativ mit einer Ansage auffordert, eine Sonderrufnummer anzuwählen …
Dem Link zur Website sollte man nicht folgen - Firefox und Chrome weisen auf Betrugsversuche hin. Hier nehme ich einfach mal an, dass im Hintergrund nach Schwachstellen auf dem eigenen PC gesucht wird - und diese dann ausgenutzt werden. Gibt zur Zeit ja genug, ich erwähne hier nur den Flashplayer. Und natürlich könnte man mittels nachgebauter Login-Sites diverse Anmelde-Daten abgreifen.

WMF: Sommerloch Themen

Juli 12th, 2015

“Sommerloch Themen” ist das Thema des Webmasterfriday (vom Freitag - ich mußte den Artikel etwas verschieben). Gefragt wird, ob weniger Besucher vorbeischauen, die Anzahl der Kommentare abnimmt - oder man gar überhaupt keine Themen hat, über die man bloggen könnte.

Von einem Besucherschwund merke ich nichts - die Statistiken sind seit Wochen gleich bzgl. haben sogar leicht angezogen. Das verwundert mich einerseits, freut mich aber andererseits. Wobei ich allerdings nun wirklich nicht derjenige bin, der jeden Tag auf die Statistiken schaut - schließlich ist mein Blogziel primär nicht, möglichst hohe Besucherzahlen zu haben.

Bei den Themen, da könnte es schon knapp werden. Wobei unsere Regierung ja momentan doch wieder einen Klopfer nach dem anderen abliefert, so dass mir da auch nicht bange wird um fehlende Themen. Und im Bereich Datenschutz/IT stehen demnächst auch noch so einige neue Dinge an, über die sich sicherlich bloggen läßt. Das hängt aber natürlich auch immer von dem Blogthema bzw. dessen Zielgruppe ab - bei einigen könnte ich mir schon einen Einbruch von aktuellen Ereignissen im Sommer vorstellen. Allerdings läßt sich so etwas immer mit zeitlosen Beiträgen - zum Beispiel Beiträgen über Hintergrundwissen - umgehen.

Und dann kann man die Beiträge über einen Zeitraum gleichmäßig verteilen, so dass ein “Loch” vermieden werden kann.

Edit:
Natürlich ist der Post schon auf Montag weitergerutscht. Da nun der Trackback schon raus war, habe ich ihn dann auf heute vorgezogen …

Datenbank-Designer

Juli 12th, 2015

Und weil ich grad so schön dabei bin: kennt jemand einen Datenbank–Designer bzw. einen Datenbenk-Modeler für Linux? Ich möchte das Ganze doch ein wenig strukturiert angehen und möchte mir die Arbeit mit einem Tool erleichtern.

Links gerne in die Kommentare - ggf. muß ich die dann freischalten, macht aber nix.

Edit:
Um das vielleicht etwas klarer zu vermitteln: ich suche ein Tool, mit dem ich Strukturen von Datenbanken “auf Papier” (quais) planen kann, ohne direkt schon eine Datenbank zu erstellen oder in eine einzugreifen. War vielleicht vorher nicht so klar formuliert.

Base

Juli 11th, 2015

Nein, nicht der Mobilfunker. Die Datenbank! Das ist momentan mein Zeitfresser, da lese ich mich ins Handbuch ein. Muß sein, hier nervt mich gerade so einiges. :roll:

Panoramafreiheit gerettet

Juli 10th, 2015

Bei der Panoramafreiheit bleibt alles beim Alten. Somit können in Deutschland weiterhin Aufnahmen und Selfis von/vor/mit Sehenswürdigkeiten gemacht werden, ohne dass dafür das Einverständnis der Urheber erforderlich ist.

In einigen Ländern - Frankreich, Spanien und Italien seien hier nur beispielhaft erwähnt - gibt es allerdings strengere Regeln. So ist eine Aufnahme des Eiffelturms bei Nacht und das anschließende Veröffentlichen verboten. Deshalb sollte man vor einer Veröffentlichung kontrollieren, was das Gesetz desjenigen Landes sagt, in dem die Aufnahme gemacht wurde.