DETEKT - Software gegen Staatstrojaner

November 21st, 2014

In Kooperation mit Amnesty International, der Electronic Frontier Foundation (EFF) und Privacy International hat der Digitale Gesellschaft e.V. heute eine Open-Source-Software gegen Staatstrojaner veröffentlicht - DETEKT.

Mit der Software soll es Journalisten und anderen Aktivisten ermöglicht werden, Ihren PC nach Staatstrojanern zu durchsuchen. Die Software ist Open Source und läuft unter Windows (leider noch nicht unter Win 8.1 mit 64 Bit, das soll sich in nächster Zeit ändern). Sie erkennt (löscht allerdings nicht) folgende Staatstrojaner:

  • FinFisher/FinSpy,
  • Gh0st,
  • das Remote Control System des Hacking Teams,
  • BlackShades.

Infos zur Software gibt es unter Resist Surveillance, von dort ist auch der Download möglich.

Brackets in Version 1.0 erschienen

November 21st, 2014

Der Open Source HTML-CSS-JS-Editor Brackets von Adobe ist in Version 1.0 erschienen. Erstmals 2012 gestartet, ist dieser WYSIWYG-Editor in den Sprachen geschrieben, für die er selbst als Editor fungiert. Die mitgelieferte Erweiterung “Extract” erzeugt aus Photoshop-Dateien eine CSS-Datei.

Der Editor ist zum kostenlosen Download verfügbar und steht mit seinen Features professionellen Editoren in nichts nach. Brackets läuft sowohl unter Windows als auch unter MacOS X und Linux.

TLS/SSL-Zertifikate kostenlos

November 20th, 2014

Die Electronic Frontier Foundation (EFF) plant, ab Sommer 2015 kostenlose Zertifikate für SSL/TLS herauszugeben.

Abgewickelt wird das unter der Domain Let’s encrpyt. Die Zertifikate sollen nicht wie üblicherweise überprüft werden, sondern automatisch mittels Skript zwischen Server und der CA. Somit entfallen lästige Überprüfungsmails oder das Einsenden von Papieren. Auch eine Verlängerung der Zertifikate soll mittels Skript erfolgen.

Die Zertifikate sollen dann kostenfrei sein und das ganze System Open Source.

Messenger-Vergleich mit Checkliste

November 19th, 2014

Die Electronic Frontier Foundation (EFF) hat verschiedene Messenger (nicht nur) fürs Smartphone getestet. Sowohl fürs Mac Betriebssystem als auch für Android.

Herausgekommen ist eine Checkliste, die aufzeigt, mit welchen Sicherheitsfeatures - beispielsweise einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung - die jeweiligen Messanger ausgestattet sind. Und natürlich mit einem Link zum Messenger selbst, so dass man diese gleich downloaden kann.

Absolut alle Kriterien erfüllen nur folgende 6 APPs:

Signal ist dabei eine Zusammenlegung der beiden Apps TextSecure und RedPhone, die es Ende 2014/Anfang 2015 auch für Android geben soll. Pidgin gibt es für diverse Betriebssysteme, nicht nur für Smartphones. Dort muß dann das OTR-Plugin noch installiert werden. Ebenso bei ChatSecure, der nur mit installiertem Orbot-Plugin sicher verschlüsselt.

Kommentare - die nächste Änderung

November 18th, 2014

So,
da die unabhängige Paginierung der Kommentare scheinbar verwirrt, habe ich sie deaktiviert. Gleichzeitig habe ich das eingerückte Antworten auf Kommentare ermöglicht.

Auch hier wieder meine Bitte um Feedback.

Update:
Ich konnte es ja fast nicht glauben, es drängte sich aber auf - das Einrücken der Kommentare ist nur eingeloggten Usern möglich. Ok, ich habe nun den Wunsch geäußert, es möge allen zur Verfügung stehen - und hoffe, der wird erhört. Derweil deaktiviere ich dann mal die Option, bis sie für alle zur Verfügung steht.

Kommentare - wie anordnen?

November 16th, 2014

So, jetzt mal einige Fragen an die verehrte Leserschaft. Ich habe mir gerade mal ein wenig Gedanken gemacht über die Kommentare.

Das verschachtelte Anzeigen der Kommentare hängt wohl vom Template ab, daher läßt sich das (momentan) noch nicht umsetzen hier. Also stehen sie bisher alle der Reihe nach untereinander. Angeordnet sind sie chronologisch, der älteste Kommentar oben (als erstes), der neuste ganz unten.

Ich habe den Post mit dem Stöckchen/Award ja schon auf mehrere Seiten verteilt, weil es ja nach dem Teaser sonst sehr lang geworden wäre. Ich hoffe, das war so ok. Die Kommentare tauchten nun auf allen 3 Seiten auf, in jeweils voller Länge. Das wird irgendwann ebenso unübersichtlich.

Nun habe ich die Kommentare ebenfalls noch mal auf mehrere Seiten aufgeteilt. Ist das gut lesbar oder eher unhandlich? Und sollte ich die Kommentare lieber chronologisch, aber anders herum - also mit dem neusten/letzten zuerst - anordnen? Oder würdet ihr, wenn es möglich wäre, lieber die verschachtelte Version vorziehen - und die dann auf mehrere Seiten und wie sortiert?

Fragen über Fragen - ich wäre dankbar für eure Kommentare.

HoGeSa-Demo und Gegendemo

November 15th, 2014

In Hannover sind heute die HoGeSa zusammen gekommen, um zu demonstrieren. Und die Polizei hat mit ca. 5000 Demonstranten gerechnet - und für jeden einen Polizisten parat.

Die HoGeSa-Demo am ZOB läßt sich auf dieser Webcam beobachten.

Natürlich gibt es auch diverse Gegendemonstrationen. Schön abgeschirmt von der Polizei, damit sich die Demonstranten nicht zu nah kommen. Eine Gegendemo findet am Steintor statt und läßt sich auf dieser Webcam beobachten.

Update:
Und noch ein Liveticker.

Update 2:
Laut Polizei sollen ca. 700 bis 800 HoGeSa-Demonstranten anwesend gewesen sein. Die Menge der Gegendemonstranten beläuft sich geschätzt auf etwa 2000 Demonstranten. Schön.

Update 3:
Zahlenkorrekturen. Laut einer Pressemeldung der Polizei bestand die Demo der HoGeSa anfangs aus ca. 700 Teilnehmern und wuchs im Laufe der Zeit auf ca. 3200 Teilnehmer. Die Gegendemos in der Stadt sollen ungefähr insgesamt 5000 Teilnehmer umfaßt haben, davon eine während ihrer Kundgebung auf dem Andreas-Hermes-Platz (Nähe ZOB) ca. 3000 Teilnehmer.

WMF: Was tun, wenn der Blog nicht läuft

November 14th, 2014

Webmasterfriday
Webmasterfriday
Gerade bin ich beim Breakpoint auf den aktuellen Webmasterfriday gestoßen. Und habe mir mal gedacht, da mache ich mit! Ist zwar schon spät am Freitag, aber dennoch: ist ja noch Freitag &#59;)

Wenn das Blog nicht läuft, kann das natürlich vielerlei Ursachen haben.

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Einfach mal die Webcam des Nachbarn anzapfen

November 12th, 2014

So oder so ähnlich könnte es sein.

Unbekannte haben unter der Domain insecam.com/ eine Website installiert, die angeblich automatisiert nach offenen Webcams im Internet sucht. Also Webcams, bei denen das Standardpasswort nicht geändert wurde. Und deren Bilder online stellt.

So kann es also durchaus sein, dass nicht nur der Nachbar sieht, was seine Webcam während seines Urlaubs im Haus zeigt, sondern auch Leute wie Du und ich das sehen können. Allein für Deutschland sind momentan ca. 500 Cams gelistet.

Tja, RTFM kann ich da nur sagen - und Standardpasswort immer als erstes ändern. Immer!

Ach ja, die Kameras sind auch mit Standortangaben versehen …

Edit:
Es gibt unter opentopia.com/ eine weitere Site damit. Scheint wohl verbreiteter zu sein als gedacht.

rom0-Test

November 12th, 2014

Bereits im April diesen Jahres zeigte die c’t auf, dass sich Routern mittels http://Router-IP-Adresse/rom0 Zugangsdaten entlocken lassen. Betroffen waren Router von D-Link, LevelOne, TP-Link und Zyxel.

Ob der eigene Router betroffen ist, kann man mit dem Netzwerk-Check von c’t als auch bei der CZ-Nic testen.

Die Stadtbahn gewinnt auch gegen die Polizei

November 11th, 2014

Gerade köstlich gelacht: :>>

Hannover.

Die Stadtbahn bremst kurz vor einer Kreuzung extrem stark ab, um danach gleich wieder zu beschleunigen. Es folgt eine Durchsage:

“Sehr geehrte Damen und Herren, entschuldigen Sie bitte diese plötzliche Bremsung. Die Polizei war der Ansicht, sie müsste uns die Vorfahrt nehmen. Den Polizisten ist dann aber gerade noch rechtzeitig eingefallen, dass das eine ausgesprochen dumme Idee wäre…”

belauscht von LadyLiana

[Quelle: belauscht.de | Lizenz: by-nc-nd 2.0]

Ein Award oder so

November 8th, 2014

Bisher bin ich ja um Stöckchen und Awards recht gut herumgekommen. Bin da eher nicht so motiviert bei der Sache und froh, wenn ich um so einen Staubfänger edlen, schweren und hochwertvollen Trophäenträger herumkomme.

Nun denn, die werte Molly Logan hat zugeschlagen - und mir (sowie dem Medizynicus als auch dem Old Surehand) quasi 10 Fragen rübergereicht, die ich dann mal beantworten möchte (so denn im Rahmen von Privatssphäre und so möglich):

1. Welche 3 Dinge (3, meine Herren, nicht 2! ;-) ) sind Dir an Deiner Traumfrau (oder Deinem Traummann) das Wichtigste? (Warum ich diese fiesblöde Frage stelle? Na weil ich kann, muahaha!)

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LSR und Trafficeinbruch

November 5th, 2014

Das Leistungsschutzrecht (LSR) sollte die Suchmaschinenbetreiber ja dazu verpflichten, News von Zeitungsverlagen, die in den Suchergebnissen gelistet wurden, angemessen zu bezahlen.

Natürlich steht es einem als Suchmaschinenbetreiber frei, diese überhaupt zu listen - oder eben nicht. Google hat sich dafür entschieden, nicht zu bezahlen und einige Anbieter - eben die, die sich durch die VG Media vertreten lassen - nicht in den Suchergebnissen zu listen. Angebot und Nachfrage eben.

Axel Springer ist ein Verlag, der sich durch die VG Media vertreten läßt. Und auch die Gratiseinwilligung für bestimmte Zeitungen - u. a. die mit dem “W” am Anfang und dem “elt” am Ende - nicht gewährt. Und jammert berichtet nun in einem Twitter-Tweet davon, dass der Suchmaschinen-Traffic um 40 % und der News-Suchmaschinen-Traffic um fast 80 % eingebrochen ist.

Äh ja, was bitte habt ihr erwartet?

Update:
Und ja, gerade gesehen - nun erteilt der Axel Springer Verlag der VG Media den Auftrag, Google auch für die restlichen 4 Publikationen (welt.de, computerbild.de, sportbild.de und autobild.de) eine widerrufliche Gratiseinwilligung auszusprechen. Ich würde mich ja freuen, wenn Google das nicht annehmen würde.

Hier mal der Screenshot des Tweets (falls er irgendwann mal nicht mehr existieren sollte):

Axel Springer zum LSR auf Twitter
Der Axel-Springer-Verlag beschwert sich auf Twitter über den Einbruch des Google-Traffics nach Auslistung durch Google entsprechend dem LSR (Quelle: Screenshot)

ARD, ZDF und der Rundfunkbeitrag

November 4th, 2014

Ist die GEZ-Gebühr der Rundfunkbeitrag (wie er ja so schön positiv formuliert tituliert wird) nun eine Zwangssteuer? Diverse Mieter und mehrere Unternehmen haben vor dem hannoververschen Verwaltungsgericht dagegen geklagt. Und sind alle negativ beschieden worden. 14 Klagen hat das Gericht auf diese Weise durch Abweisung zu Fall gebracht (allerdings die Revision zugelassen). Die wohl auch einige Kläger einlegen. Bleibt zu hoffen, dass das Gericht anders entscheidet.

Da jedoch auch schon die GEZ problemlos fast alle Gerichtsverfahren für sich entscheiden konnte, gehe ich jedoch vom Schlimmsten aus. Mit dieser, in meinen Augen, Zwangsabgabe sind sämtliche Rechte auf Ermäßigung oder Befreiung außer Kraft gesetzt. Ebenso ist wohl auch an eine vernünftige Tarifierung von Unternehmen nicht zu denken.

Michael Hanfeld hat in einem Artikel der FAZ mal zusammengestellt, wie die Klagen, die bundesweit angestrengt werden, entschieden und begründet werden. Einfach nur traurige Beispiele meiner Meinung nach.

Allein schon die Aussage des hannoverschen Verwaltungsgerichts

Der Gesetzgeber st nicht verpflichtet, eine Befreiungsmöglichkeit für Personen vorzusehen, die von der ihnen eröffneten Nutzungsmöglichkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks keinen Gebrauch machen.

ist doch Hohn sondersgleichen. Ich soll also fast 20 EUR im Monat zahlen, selbst wenn ich nicht mal das Geld besitze, mir einen Fernseher oder Radio leisten zu können. Oder aus freien Stücken nicht leisten will.

Genauso dann auch die Aussage

Bereits der strukturelle Vorteil des öffentlich-rechtlichen Rundfunkempfangs

schlösse eine Befreiung aus ist großer Mist. Als Unternehmer muß ich einen PC mit Internet (und inzwischen auch Windows) besitzen, um zum Beispiel meiner Steuerpflicht und den daraus resultierenden Angaben nachzukommen. Und weil die Bundesrepublik Deutschland ja alles plattformunabhängig zur Verfügung stellen wollte, aber nicth in der Lage sind, entsprechend zu programmieren, darf ich mir nur für steuerliche Sachen einen Windows-PC anschaffen.

Sieht so Freiheit aus? Ich bin jedenfalls froh, keinen Fernseher zu besitzen. Und nein, ich sitze nun nicht stundenlang vor dem PC und schaue mir dort die Sendungen an.

Das Wort zum Montag

November 3rd, 2014

Nun ist es an der Zeit dringend eine Auszeit einzulegen und etwas zurückzuschalten. Ändern Sie Ihre stressige Situation, sonst nimmt Ihnen Ihr Körper die Entscheidung von alleine ab.

So der heutige Abschnitt bzgl. Gesundheit meines Horoskops, was ich gerade las. Könnte schon was dran sein.
Wenn man mir nur noch verraten würde, wie ich die stressige Situation bereinige …

Fingerabdruck ist kein Passwort

November 2nd, 2014

Für alle, die meinen, ihre Daten seien durch ihren Fingerabdruck sicher:
ein amerikanischer Richter ist der Meinung, ein Passwort entspricht Wissen, den Fingerabdruck hat man. Damit darf man einen Fingerabdruck zum Freischalten (z. B. eines Smartphones mit Fingerabdrucksensor) nicht verweigern.

Ist natürlich nur amerikanisches Recht, werden jetzt viele sagen. Das schwappt aber leider sehr, sehr schnell inzwischen auch nach Europa über. Zumal die Polizei ja die Fingerabdrücke zur erkennungsdienstlichen Behandlung erfassen darf. Und das geschieht digital. Somit dürfte es ein Leichtes sein, davon einen Silikonabdruck zu fertigen, mit dem man das Gerät freigibt - auch wenn der Benutzer seinen Finger dafür verweigert.

Von daher: ich vertraue weiter auf Passworte.

[via heise]

Unfit

November 2nd, 2014

Ich bin zwar wieder da seit einigen Tagen (die Beiträge waren teilweise schon vorgeschrieben), allerdings hats mich nach 3 Tagen grad wieder flachgelegt. Mal gucken, dass ich wieder gesunde hier …

PKW-Maut kostet nur 337 Mio.

November 2nd, 2014

Angeblich liegt der dpa ein Gesetzentwurf vor, nach dem die PKW-Maut nur 337 Mio. EUR kosten soll. Leider läßt sich auf deren Website dazu nichts finden. Aufgerechnet wird das wie folgt:

  • 276 Mio. € einmalige Zahlung an den Systembetreiber
  • 10 Mio € für das Kraftfahrt-Bundesamt für technische Voraussetzungen
  • 51 Mio. € für das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) zum Aufbau von Kontrolleinrichtungen (ich nehme an Busse und mobile Kontrollgeräte)

Klingt gut, oder?

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Taxifahrer und Mietwagenfahrer müssen sich nun stets anschnallen

November 1st, 2014

Bisher regelte der § 21 a Abs. 1 Satz 2 Nummer 1 in der StVO, dass sich Taxifahrer und Mietwagenfahrer während der Personenbeförderung nicht anschnallen mußten. Zurückgeführt wird das auf die 70er Jahre, als es oft zu gewalttätigen Überfällen auf Taxifahrer kam. Es wurde damit argumentiert, dass ein nicht angeschnallter Taxifahrer so schneller fliehen konnte.

Seit dem 30.10.2014 gilt dies nicht mehr. Der entsprechende Absatz in dem Paragraphen ist nun gestrichen worden und im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden. Nun wird damit argumentiert, dass die Anzahl der Unfälle und der daraus resultierenden Schäden weitaus größer ist als der Schaden bei einem Überfall.

Also, liebe Taxifahrer: Bitte anschnallen. Denn das kostet sonst im Straffall 30 EUR.

"Deepwater Horizon"-Katastrophe setzte mehr Öl frei

Oktober 30th, 2014

Anfang dieser Woche erschien in den USA eine neue Ausgabe der Wochenzeitschrift “Proceedings of the National Academy of Sciences“. Und die hat es wahrlich in sich.

Für einen Beitrag wurden von Wissenschaftlerinnen die Ölablagerungen in mehr als 3000 Sedimentproben von über 500 Standorten im Golf von Mexico untersucht. Dort brach am 20. April 2010 der Verschluß des Bohrloch der Förderplattform “Deepwater Horizon“. Und verseuchte - nach enem Brand mit anschließendem Versinken der Plattform - für mehrere Monate bis zum 16. Juli 2010 den Golfstrom mit Rohöl.

Um dieses schwere Öl zu zersetzen, wurden verschiedenste Mittel auf das Öl gesprüht, damit es unter anderem in kleinere Teile zerfällt und absinkt. Die Fischerei in diesem Bereich war mehrere Monate untersagt, das Schweröl tötete eine Unmenge an Lebewesen in einem Bereich, der ca 3200 qkm umfaßt. In einer Tiefe von ca. 1100 m erreichte des den Schleifenstrom des Golfs und verbreitete sich somit sehr rasch. In dieser Tiefe gab es keinerlei notwendige Bakterien mehr. Selbst im Inland in Flußläufen - z. B. im Delta des Mississippi - häufte sich das Öl an.

Der Ölkonzern BP als Auftraggeber der Bohrung (und Leasingnehmer der Plattform) wurde auf Schadensersatz verklagt. Und der bemaß sich an der freigewordenen Menge Öls. Laut Angaben von BP sind damals 3,1 Millionen Barrel (=159 Liter) freigesetzt worden. Nach Schätzungen der Regierung seien es wohl eher 4,9 Barrel gewesen.

Die genommenen Proben belegen, dass wohl von einem Volumen von ca. 5 Millionen Barrel - also rund 800 Millionen Litern - Rohöl auszugehen ist, das sich auf den Boden in ca. 1100 m bis 1500 m Tiefe abgelagert hat. Anfang nächsten Jahres will die US-Justiz ein Verfahren beginnen, um die genaue Ölmenge zu bestimmen. Ich hoffe, man hebt die Strafzahlungen für die beteiligten Firmen nochmals an, da auch heute noch Auswirkungen dieser Katastrophe vorhanden sind.

Tetris-Streit

Oktober 30th, 2014

Das kann ich euch nicht vorenthalten:

Ein Streit mit meiner Freundin ist wie Tetris. Es kommt immer mehr und mehr und egal wie gut du bist, letztendlich verlierst du immer!

:>>

Armut in Deutschland

Oktober 29th, 2014

Nach einem Bericht des Statistischen Bundesamtes (PDF) ist jeder sechste Deutsche von Armut betroffen. Umgerechnet sind das ca. 13 Millionen Bürger oder 16,1 %.

Damit liegt Deutschland zwar unter dem EU-Schnitt von 16,7 % - jedoch hat sich die Lage seit letztem Jahr nicht gebessert. Als arm gilt man als Alleinstehender, wenn man weniger als 979 EUR (netto) im Monat zur Verfügung hat. Bei einer Familie - 2 Erwachsene,, 2 Kinder unter 14 Jahren - gilt 2056 EUR als Grenze.

Es sind mehr als zwei Drittel der Arbeitslosen (69,3 Prozent), die von Armut bedroht sind. Bei den meisten Erwerbstätigen lag der Anteil dagegen bei nur 8,6 % (entspricht einem Zwölftel). Ebenso hat die Kinderarmut weiter zugenommen.

Obwohl Deutschland ein angeblich so reiches Land ist, scheint sich dieser Reichtum nicht in der Bevölkerung widerzuspiegeln. Im Gegenteil, er verteilt sich auf wenige Prozent - der Rest darf hungern. Traurig.

iCloud speichert einfach alles ...

Oktober 28th, 2014

… ohne Nachfrage.

Meint zumindest Jeffrey Paul in einem Post, in dem er darstellt, dass ab MacOS X in der Version 10.10 auch Dokumente in der Cloud gespeichert werden, die nicht explizit auf dem Rechner lokal gespeichert wurden.

Als Beispiel werden Textdateien von Texteditoren angebracht, die zwar damit erstellt wurden, aber nicht gespeichert wurden. Nach dem Herunterfahren und Wiedereinschalten des Macs sollen diese Dateien über die Programme noch aufrufbar sein. Und ab Version 10.10 des Betriebssystems nun auch in der iCloud gespeichert werden.

Da sieht man mal wieder wie besorgt die Hersteller sind. Schlie?lich k?nnten sich in solchen Dateien ja auch Passw?rter verstecken - da mu? man der NSA einfach Zugriff drauf gew?hren. &#59;)

[via fefe]

Strahlenschutz, Katastrophenschutz & Co.

Oktober 27th, 2014

Am 26. April 1986 ereignete sich das Unglück im Reaktor von Tschernobyl. Ebenso am 11. März 2011 - dort gab es in Fukushima eine weitere Nuklearkatastrophe.

Eigentlich genug, um Atomreaktoren als gefährlich einstufen zu können. Eigentlich.

Nach dem Reaktorunglück 1986 gab es auch in der Bundesrepublik die unterschiedlichsten Angaben. Und Grenzwerte. Wenn es nicht so schlimm wäre, würde ich sagen: faszinierend.

Und weil dieses Chaos auch auf Politiker einen schlechten Eindruck machte, wurde das Strahlenschutzvorsorgegesetz (StrVG) erlassen. Und ein neues Ministerium ins Leben gerufen: das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. An sich eine gute Idee. Allerdings: das Bundesministerium muß sich im Störfall mit den Landesämtern abstimmen. Und das kann dauern …

Wie lang so etwas dauern kann und welche Folgen das haben kann, zeigten sich in einem Test, der bisher nicht veröffentlicht wurde. Wohl weil er so katastrophal gelaufen war. Die taz hat einen Tip bekommen und um Akteneinsicht gebeten. Und bekommen. Und daraus einen wunderschönen – obwohl: nee, eher gruseligen – Artikel gemacht. Es ist einfach Wahnsinn, wie schnell das Wohl des Volkes auf der Strecke bleibt. Da kann man wirklich nur hoffen, dass es nie zu einem Ernstfall kommt. Zumindest in unmittelbarer und mittelbarer Nähe. :crazy:

Gefunden habe ich das Ganze nur durch Zufall - als ich am Sonntag mal wieder auf der taz-Seite nach anderen Dingen gesucht habe. Ich kann hier der taz nur wieder einmal meinen Respekt vor den guten Artikel aussprechen, die sie immer wieder liefert. Sollte ich irgendwann ein vernünftiges und regelmäßiges Einkommen haben, werde ich die für mindestens 1 Jahr abonnieren.

VG Media mit eigenen Waffen schlagen

Oktober 27th, 2014

Durch das Leistungsschutzrecht (LSR) hat die VG Media so richtig Aufwind bekommen. Sie vertritt viele große Verlage und Fernsehanstalten und fordert in deren Namen die Gebühren für die Verwertungsrechte von Artikeln/Beiträgen ein.

Google als hauptsächlich Betroffener nach dem neuen Gesetz hatte entschieden, die Verlage aus den Suchergebnissen auszulisten oder deren Suchergebnis auf das kostenlose Minimum zu kürzen, um nicht in die Zahlungspflicht zu fallen. Daraufhin entstand ein kleines Scharmützel mit Rechtsmitteln. Google rief das Kartellamt an und bat um verbindliche Auskunft darüber, ob eine Pflicht zur kostenpflichtigen Listung von Artikeln im Suchergebnis existiert. Das Kartellamt verneinte. Die VG Media dagegen rief wohl das Patentamt an - und wird wohl von dort ebenso eine fürs eigene Geschäft negative Aussage erhalten.

Und damit nun die Verlage nicht aus den Suchergebnissen herausgenommen werden - das könnte ja fallende Klickzahlen bedeuten - hat die VG Media Google eine “widerrufliche Gratiseinwilligung” erteilt, um die Beiträge anzuzeigen, Kostenlos, versteht sich.

Begründet wird das Ganze mit der Monopolmacht von Google. Und da hat sich dann Michael Schmalenstroer gedacht, das könnte man doch nutzen. Und hat die VG Media ebenfalls um eine Gratiseinwilligung gebeten. Wonach sie seiner Meinung nach sogar verpflichtet sind, diese auszustellen. Näheres dazu in seinem Blogpost.

Ich sag dazu nur: einfach geil! :>> Und bin gespannt, ob er eine erhält.

Video einbetten weiterhin erlaubt

Oktober 25th, 2014

Unter dem Aktenzeichen C-348/13 hat der europäische Gerichtshoft (EuGH) heute entschieden, dass ein Einbetten eines Videos mittels Frame (wie es z. B. bei YouTube-Videos erfolgt) nicht gegen das Urheberrecht versößt. Sie stellen “keine öffentliche Wiedergabe im Sinne von Art. 3 Abs. 1 der Richtlinie zur Informationsgesellschaft (…) dar, jedenfalls solange sich diese Wiedergabe nicht an ein neues Publikum wendet und keine andere Wiedergabetechnik verwendet wird.”

Geklagt hatte ein Wasserfilter-Hersteller, dessen Werbevideo von Dritten (Update: wohl vom Regisseur/Filmemacher) auf YouTube hochgeladen wurde und dann von Handelsvertretern auf eigenen Websites eingebunden wurde. Das BGH hatte das Verfahren ausgesetzt und em EuGH vorgelegt, der jetzt entschieden hat.

Dadurch ist es wohl nun auch zu einer weiteren Rechtssicherheit für Internetnutzer gekommen, die ja ebenfalls gerne Videos auf eigenen Websites, in Blogs oder auf Facebook einbetten. Der Volltext der Entscheidung findet sich in diesem PDF.

[via heise und Knies & Albrecht]

Leistungsschutzrecht und Google

Oktober 23rd, 2014

Das Leistungsschutzrecht bzw. das entsprechende Gesetz soll ja dafür sorgen, dass die Zeitungsverleger (bzw. ähnliche Medien verlegende Herausgeber) entsprechend für schon kleinste Ausschnitte entlohnt werden. Und Blogger wahrscheinlich abgemahnt würden, so sie denn Zitate aus Meldungen (selbst mit entsprechendem Link zur Originalseite) brächten.

Da haben sich dann die Suchmaschinenbetreiber gedacht: “Warum?” - und haben die Verlage ausgelistet, die sich durch die VG Media die vertreten lassen.

Los gehen soll es heute - ab dann wird Google die Ausschnitte aus den Meldungen dieser Verlage (Springer, Burda, DuMont, ProSiebenSat1 und Co.) aufs allernötigste reduzieren. Das bedeutet: keine Bilder, keine großen Textzitate. Wohl nur noch Überschriften.

Tja, das kommt den Verlagen irgendwie nicht so passend. Wollten sie doch eher gewinnen als zu verlieren. Also haben sie nochmal schnell das Bundeskartellamt angerufen. Und gebeten, zu gucken, ob Google da keinen Mißbrauch betreibt. Google hat das Bundeskartellamt darum gebeten, mitzuteilen, wie sie das sehen. Und das Bundeskartellamt verneinte einen Anfangsverdacht, der zur Einleitung eines Mißbrauchsverfahrens notwendig ist.

Und nun sehen die Verlage ihre Felle davonschwimmen. Und haben Google eine widerufbare Gratiseinwilligung (PDF) erteilt. Sowas von lachhaft. Ich hoffe, Google ignoriert diese einfach mal gepflegt. :crazy:

Echt unglaublich. Erst durch Lobbyarbeit ein Gesetz vorantreiben, vor dem man dann selbst kapituliert.

Scheinselbständige im Bundestag

Oktober 8th, 2014

Wieder einmal - die Großen, dieses Mal sogar die ganz Großen, leben es vor. Doch macht es der Kleine nach, bekommt er ganz bös auf die Finger gehauen.

Nach Aussagen der Deutschen Rentenversicherung sind die Besucherführer im Bundestag als Scheinselbstständige beschäftigt. So schreibt es zumindest die taz in einem Artikel. Ausgangspunkt ist wohl ein Bericht in der Süddeutschen, demnach der Rentenversicherer 1,45 Millionen Euro vom Bundestag nachfordert an Sozialabgaben.

Vielleicht sollten die Abgeordneten die dafür vorgesehene Freiheitsstrafe in Höhe bis zu 10 Jahren dann einfach mal absitzen. Das dürfte deren Meinung sicher ändern. Ich frage mich ernsthaft, wo das hinführen soll, wenn schon der Staat Lug und Trug betreibt. Man man.

Peer Augustinski verstorben

Oktober 5th, 2014

Erst Robin Williams, nun dessen deutsche Synchronstimme.

Bereits am Freitag, dem 3. Oktober 2014, ist Peer Augustinski mit 74 Jahren verstorben. Peer Augustinski erlangte in den 1970ern Bekanntheit durch die Comedy-Serie Klimbim, in der er an der Seite von Ingrid Steeger spielte. Des weiteren lieh er Robin Williams seine Synchronstimme als auch Asterix.

2005 erlitt er einen Schlaganfall, über den und dessen Heilungsfortschritte er ein Buch schrieb, das 2010 veröffentlicht wurde.

Wieder einer weniger. Möge er an einem anderen Ort weiter unterhalten.

Peer Augustinski
Peer Augustinski 2009 - CC-SA-BY 3.0 de by Helen Krüger

Automatisiert? Nein, freiwillig!

Oktober 4th, 2014

Der Bundesnachrichtendienst habe ‘im angefragten Zeitraum’ keine ‘im Raum Frankfurt erfassten Telekommunikationsverkehre automatisiert an die NSA weiter[ge]leitet’.
[Aus einer Antwort der Bundesregierung auf die Frage Ströbeles, ob es zuträfe, ‘dass der Bundesnachrichtendienst aus dem Frankfurter Glasfaser-Netzknoten (…) abgezapfte Rohdaten mindestens zwischen 2004 bis 2007 der NSA übermittelte?’]

Über die Zusammenarbeit von BND und NSA wurde ja viel spekuliert. Und auch wo und wie sie die Daten abgegriffen haben. Nun wird die Lösung in einem Artikel der SZ offenbart. Codewort Eikonal.

Es wurde wahrscheinlich die Telekom verpflichtet, einen Zugang im DE-CIX zu errichten. Und mittels dessen griff der BND die Daten ab. Und leitete sie von Pullach (Sitz der BND-Zentrale) weiter nach Bad Aibling (ehemalige Abhörstation der Amerikaner). Dort saßen dann Mitarbeiter der NSA Seite an Seite mit Mitarbeitern des BND. Und zeigten, wie man Daten analysiert und auswertet. Denn das war wohl die Angst des BND - technologisch abgehängt zu werden. Und darum wurden wohl auch zwischen 2004 und 2008 Daten abgeschnorchelt. Auch von Deutschen. Und - auf Grund von nicht funktionierenden Filtern - an die Amis weitergegeben. 6000 EUR soll die Telekom dafür monatlich erhalten haben.

So wenig sind eure Daten der Bundesregierung wert. Dafür nimmt sie Lug und Trug gegenüber dem G-10-Gremium und der Geheimdienstaufsicht in Kauf.

Es ist einfach nur abscheulich, verwerflich und unglaublich. Mir fehlen einfach die Worte.

(Weitere Artikel dazu in der SZ).