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8 Minuten
Warum sollte das Wochenende mit seinen erstklassigen Verbindungen keine Fortsetzung finden?
Heute wollte ich zum Zahnarzt. Bin dafür schon um 15.15 Uhr gegangen, damit ich die Bahn um 15.22 Uhr nehmen konnte. Habe sie auch gerade so bekommen. Nach ein paar Stationen dann eine Durchsage: “Diese Bahn fährt nur bis Soltekamp …”
...
Die Bahn befand sich bereits am Soltekamp. “… und fährt dann gleich weiter zurück Richtung Empelde. Bitte steigen Sie aus. Es gibt einen Busersatzverkehr.” Haha, das hatte ich schon mal. Keiner wußte, wann und ob der Ersatzverkehr kommen würde. hat auch nur ne halbe Stunde damals gedauert, bis der Bus dann auftauchte.
Was war passiert? Irgendwo auf der weiteren Strecke – Nieschlagstr. – gab es ein Problem. Da stauten sich die Bahnen. Und da wollte ich hin. Also stiegen wir alle aus und warteten. Der Bahnfahrer “wendete” seine Bahn und wäre ein paar Minuten späer abgefahren.
Wäre, wenn er dann nicht just in dem Moment wieder ausgestiegen wäre um uns mitzuteilen, dass wir nun doch einsteigen könnten. Er würde wieder “wenden” und dann Richtung Hbf. fahren. Immerhin, hatte nur 7 Minuten gedauert. Und dann kam ich auch an.
Nun wollte ich ja weiter zum Zahnarzt. Dafür mußte ich die Bahn um 16.14 Uhr nehmen Richtung Hbf. Da stand ich nun 10 nach 4 und wartete. Bis um 16.17 Uhr. Dann fragte ich über die Infosäule bei der üstra nach, wann denn die Bahn Richtung Hbf. fahren würde.
“Ja, die hat etwas Verspätung.", erwiderte der Mann am anderen Ende. “Was genau heißt etwas? Ich muß noch mit der Deutschen Bahn weiter!” bohrte ich nach. “8 Minuten!” Aha, das würde gerade noch so klappen.
Wie lang sind 8 Minuten bei der üstra? Auf keinen Fall 8 Minuten, sondern immer länger. Immer. Diesmal waren es 12 Minuten, denn die Bahn ist um 26 nach abgefahren. Zu spät für mich und meinen Zahnarzt, da die Deutsche Bahn den Zug nur einmal stündlich fahren läßt.
8 Minuten, liebe üstra. 12 Minuten sind das eineinhalbfache davon! Oder genauer: 150 %! Durchsagen und Kundenzufriedenheit scheint der üstra ja nicht zu jucken, schließlich fährt sie allein in Hannover. Und warum muß dann ein Kunde zufrieden sein?
Die Ursache – der Unfall – lag eine Stunde oder mehr zurück. In dieser Zeit hätte man einen zusätzlichen Zug auf die Strecke schicken können, der die Verspätung des einen ausgeglichen hätte, indem er vielleicht ab Soltekamp zurückgefahren wäre. Und dann wären alle anderen versetzt, aber pünktlich gefahren. Aber so eine Aktion erfordert ja Denken und kundenorientiertes Handeln. Und beides scheint der üstra unbekannt zu sein!
Da kann ich es nur der Katha nachtun: Ich brauch einen Boxsack!
Spendenkonto auf Anfrage.
Meinen Zahnarzttermin durfte ich natürlich absagen. Ganz toll, wirklich ganz toll, liebe üstra. ![]()