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Ein ganz normaler Sonntag
Heut ist Sonntag. Und ich wollte zum Abschiedsgottesdienst von Drea. Am Nachmittag, 14 Uhr sollte der in Edemissen stattfinden.
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Da ich dafür von Ute in Lehrte um 12.30 Uhr abgeholt werden sollte, mußte ich um 12.06 Uhr am Hbf. abfahren. Kein Problem, fährt doch die 9 direkt bis zum Hbf. Oder vielleicht doch, denn es gab ja heut noch den Schienenersatzverkehr. Also gestern noch mal bei efa, dem aktuellen Fahrplanauskunftssystem der üstra, nachgeschaut.
Empfehlung dort: um 11.52 Uhr mit der Linie 9 bis Hbf., dort ankommend um 12 Uhr und dann mit dem Zug um 12.06 Uhr weiter Richtung Lehrte. Nun ja, ich bin ein üstra-geschädigter Mensch und vorsichtig. Also wollte ich die Straßenbahn davor nehmen, die um 11.37 Uhr fahren sollte. Oder eben die Linie 10 vom Küchengarten, die um 11.38 Uhr fahren sollte. Mit der würde ich sogar nen Zug eher fahren können. Ich machte es also von meiner Schnelligkeit abhängig, welche Bahn ich dann nehmen würde.
Ich war nur so schnell heut morgen, dass ich die 9 nehmen konnte und stand somit um 11.34 Uhr an der Haltestelle. Auf den Ersatz-Bus wartend. Und ich wartete, doch er kam nicht. Als er um 11.42 Uhr noch nicht da war, beschloß ich, zum Küchengarten zu gehen. Auf dem Wege würde ich sehen, ob der Bus noch kam, konnte dann wahrscheinlich die 10 nehmen, die wohl alle 15 Minuten fahren würde.
Tja, als ich am Küchengarten ankam, fuhr die 10 ab. Es war 11.48 Uhr. Somit fuhr sie wohl alle 10 Minuten. Nun würde es etwas knapp werden. Ich beschloß also, da der Ersatz-Bus noch nicht vorbeigefahren war, weiter zur Haltestelle Glocksee zu gehen und dort zu warten. Dort hatte ich die Haltestellen des 131, der 10 und des Ersatz-Busses.
Es kam der Ersatz-Bus für die 9 als erstes. Den nahm ich, denn inzwischen war es bereits 11.57 Uhr. Er fuhr bis Humboldstraße, dort erfolgte der Umstieg in die 9, die dann weiter zum Hbf. raste. Dort angekommen raste ich die Treppen hoch und war um 12:05:10 Uhr am Bahnsteig. Gott sei Dank rechtzeitig, den der Zug sollte um 12.06 Uhr fahren.
Doch wo war er? Das Gleis war leer, kein Zug zu sehen. Auch nicht ausfahrend. Also noch mal auf die Anzeige geschaut. Schwupps. Und schon stand dort – zeitgleich mit einer Durchsage – dass der Zug 20 Minuten Verspätung hätte. Aufgrund einer Störung im Betriebsablauf. Aha. Würde bedeuten, ich käme ungefähr 10 Minuten nach halb in Lehrte an. Also Ute angerufen. Dort gab es keine Box, nur die Möglichkeit, per SMS um Rückruf zu bitten. Das also getan.
Und ich beschloß, noch mal ein Heft mit den Städteverbindungen und ein paar Zettel mit Städteverbindungen, die ich noch benötigte, zu besorgen. 20 Minuten sind ja reichlich viel, um durch den Hbf. zu wandern.
Wieder zurück – ich hatte noch genügend Zeit und ein Zug stand noch immer nicht am Gleis – gab es erneut ein “Schwupps” auf der Anzeigentafel und eine Durchsage. Der Zug käme nun 30 Minuten später. Also eine SMS an Ute angefangen. Dann eine erneute Durchsage: Der Zug fällt aus!
Klasse. Und das an einem Sonntag, wo ich mal einen Termin habe. Also Ute eine geänderte SMS geschickt, denn nun würde ich nach einem Blick auf den Fahrplan erst um 12.53 Uhr in Lehrte sein. Und angerufen. Und dann in den Zug eingestiegen.
Als er dann endlich abfuhr, kam eine Antwort-SMS. Ute muß pünktlich fahren. Und wartet somit nicht mehr in Lehrte. Super. Wie komme ich nun nach Edemissen? Also in Lehrte auf den Plan geschaut und festgestellt, daß ein paar Minuten später ein Zug bis Peine fuhr. Der, den ich um 12.55 Uhr auch von Hannover hätte nehmen können!
In Peine angekommen, hoffte ich auf einen Bus. Busse fuhren auch nach Edemissen von Peine. Sonntags alle 2 Stunden. Und eben nicht in der Stunde, in der ich angekommen war. Und inzwischen war es 13.30 Uhr.
Was blieb mir also weiter übrig? Ich ging zu Fuß – denn Ute und Co. waren sicherlich schon involviert bzw. saßen schon in der Kirche – den Weg von Peine bis Edemissen.
Neun Kilometer und eineinviertel Stunden später war ich dann um 14.45 Uhr endlich dort! Und der Gottesdienst war noch lange nicht vorbei.
War ein netter Gottesdienst, eine nette Verabschiedung. Ich hoffe, du gehst nicht nur mit einem lachenden Auge, sondern freust dich auch auf die Aufgaben, die dich in Südafrika erwarten. Viel Spaß und Freude dort!