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Abmahnungen en blog
Die Abmahnwelle greift immer weiter um sich. Grad stöber ich mal wieder ein bißchen bzgl. der Abmahnungen und finde dazu einen Artikel des ZDF (ich glaub über heise.de).
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Darin wird eine sterbende Blogkultur in Deutschland beschrieben, die ihre Ursache im Zeitmangel der Betreiber oder deren Wunsch nach neuen Projekten hat. Nur zu einem kleinen Teil sei wohl die Abmahnwelle, die gerade mal wieder durch die Blogsphäre schwirrt, daran Schuld.
Nun ja, seh ich anders. Website-Leichen gibt es immer, sei es ein Blog oder eine “normale” Site. Mein Eindruck ist jedoch, daß die Abmahnerei einen immer größer werdenden Faktor fürs Sterben der Blogs darstellt. Denn wer kann sich schon eine Abmahngebühr in Höhe mehrerer 1000 EUR leisten. Denn so hoch sind die in der Regel, schließlich wollen ja alle dran verdienen. Auch wenn unsere Justizministerin gerne eine kostenlose Erstabmahnung wünscht, wird wohl noch einige Zeit vergehen, bis das deutsches Recht ist (leider findeich dazu nix mehr auf der Bundestagssite).
Zwei Beispiele des Abmahnwahns sind mir als ziemlich irrwitzig aufgefallen:
- “Werden MAN-Reisebusse in China kopiert?“
fragte sich nach Recherchen unter anderem bei Spiegel.de Ron Hillmann in seinem Blog und beendete den Post (nach Aussage u. a. des JuraBlogs) mit den Worten “Wie schnell und skrupellos die Chinesen im Kopieren sind, zeigt dieses Beispiel.” Und bekam dafür eine Abmahnung aus China. - “Brotpreise gestiegen!“
äusserte sich apollon und setzte ein Bild eines lecker aussehende Brötchens dazu. Dieses brachte nun den Rechteinhaber zu einer Abmahnung – Rechteinhaber in diesem Fall ist Marions Kochbuch. Der Streitwert liegt wohl bei 6000 EUR. Für ein Brötchen! Irre. Und nun will er das Blog schließen. Erinnert mich stark an die Abmahnung mit dem Saftblog.
Ist irgendwie schon traurig, das mit anzusehen. Klar, gegen eine unerlaubte Verwendung von Fotos oder Symbolen habe auch ich etwas. Finde ich nicht in Ordnung. Und ebenso klar, daß die Mühe des Mißbrauchenden Aufwand verursacht, der bezahlt werden soll. Aber sicher nicht in der Höhe, wie er mit einer Abhmahnung gefordert. Sollte ich z. B. mal irgendwas benutzen, wo andere in Copyright (oder anderes Recht dran haben), wäre ich über eine Email erfreut und würde das Streitobjekt sicher entfernen oder vielleicht sogar lizensieren (wenns nicht unbezahlbar für mich wäre).