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Die Treppe runtergefallen
Ich war grad bei Mäcces. Am Steintor. Kurzentschlossen. Dachte, dann kann ich heut abend schneller ins Unikino. Hab dann einfach nen SparMenü genommen. FishMäc, Pommes und ne Cola.
Cola kann man ja eh selbst füllen und einmal nachfüllen, so daß ich den Becher auch nur dreiviertel voll gemacht habe. Ich hatte vorher noch nen Einkauf bei C & A gemacht, hab mir also die Tüte und nen weiteren Stoffbeutel ans Handgelenk gemacht. Die Cola dann in die gleiche Hand und das Tablett in die andere bin ich dann nach oben.
Und war auch schon fast oben. Doch dann bekam ich irgendwie die eine Stufe nicht so richtig. Sind halt Steinstufen. Und war natürlich schon mit dem anderen Fuß unterwegs zur nächsthöheren Stufe. Die ich natürlich auch nicht bekam. Dafür rutschte ich eine Stufe tiefer. Auch mit dem höheren rechten Fuß. Und rutschte dann mit dem Linken noch tiefer. Und bekam doch glatt den Colabecher aufs Tablett, weil ich mir dachte, dann muss ich nur das ausbalancieren.
...
Und rutschte dann mit dem rechten Fuß tiefer. Und balancierte aus. Der Becher schwappte etwas über. Ich steuerte gegen. Er schwappte noch mehr. Die Pommes schwammen in cola. Ich rutschte auf der Cola. Und dachte nur, wie lang doch so eine Treppe sein kann. Und balancierte weiter. Der Becher kippte. Scheiße. Das Tablett geriet in Schieflage, als ich mich mit der linken Hand endlich abstützte. Und mir dabei den Daumennagel an der Steinstufe brach. Und ditschte mit dem rechten Ärmel leicht – wirklich nur leicht – in die große Colapfütze. Und gab auf.
Ergo: Die Pommes waren von oben bis unten zum Treppenabsatz verteilt. Das Tablett lag unten auf dem Treppenabsatz. Die Cola lief die Stufen herunter (wieviel doch 0,4 l sein können). Der “C & A"-Beutel war colaversifft. Der Stoffbeutel klebte an der Tüte. Der Fishmäc hatte es als einziges überlebt. Ach nein, da war ja noch der Ketchup. Der war auch noch heil. Und alles hatte einen Höllenlärm gemacht. Super Entertainment für alle anderen.
Dann kam eine Angestellt – wahrscheinlich die Chefin oder Vize – auf mich zu. “Haben Sie sich was getan?” fragte sie. Ich schaute an mir runter. Es waren lediglich die zwei Spritzer am Ärmel und der gebrochene Fingernagel. “Nein, nein, nur mein Fingernagel.”
Sie nahm mir den Fishmäc aus der Hand. “Lassen Sie mal, ich mach Ihnen das gleich neu. War das das Sparmenü?” Ich nickte nur und meinte noch, der Ketchup, der hätte es überlebt. Dann trug ich das leere Tablett hinterher, mit dem ich vorher auf der Treppe alles ein wenig zusammenschob. Sie entsorgte den Fishmäc und richtete mir alles noch mal neu auf einem anderen Tablett an.
Nett. Danke schön.
Ich schlich mich dann – diesmal mit Deckel, obwohl der bestimmt nichts geändert hätte, auf dem Becher – nach oben. Und ließ mir dann alles schmecken. Und wäre am liebsten im Boden versunken. Man oh man.
Mit Kino wird natürlich nix mehr, da ich ja noch Waschen muß. Brauche die neue Hose – ist die einzige in blau – morgen. Und da es dann eh schon halb 8 war, hätte das nicht geklappt. Naja, vielleicht schaffe ich es mal, mir den Film “Das Haus am See” anzugucken. Irgendwo. Irgendwann.