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JobCenter -- oder wie man als Arbeitsloser sinnlos Zeit verbringen kann
Heute war ich zum JobCenter, denn leider reicht das ALG 1 nicht aus. Allerdings hätte ich mir die Prozedur heut gerne erspart.
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Als erstes habe ich den Sprachcomputer bei der Wohngeld-Stelle überwunden, denn schließlich mußte ich erst einmal abklären, ob ich besser Wohngeld oder ALG 2 (also Hartz 4) beantrage. Eines darf nur beantragt werden und man macht sich strafbar, sollte beides beantragt werden. Selbst wenn man es angeben würde – es wird von vornherein gleich eine Betrugsabsicht unterstellt.
Mag ja sein, daß die einen oder anderen das ausnutzen. Ließe sich aber durch Datenabgleich aufdecken. Und könnte man ja dann auch so reinschreiben in den Antrag, daß man sich bei Nichtmeldung strafbar macht. Was solls. Also eine Vorabfrage gestellt. Natürlich war meine Situation wieder zu außergewöhnlich für die Dame am Telefon, so daß sie mich dann weiterverbunden hat.
Der Mensch dort gab sich dann reichlich Mühe. Letzlich meinte er dann wohl schon etwas resigniert – er konnte es nicht genauer eingrenzen – daß es wohl für mich günstiger sei, ALG 2 zusätzlich zu beantragen.
Also trabte ich brav zum JobCenter, da Fahrkarten nicht erstattet werden. Telefongespräch vorweg und Weg hin dürften schon eine Dreiviertelstunde ausgemacht haben. Dann habe ich noch einmal 10 Minuten gewartet, um überhaupt an der Info Auskünfte zu erhalten. Und siehe da, auf meine Arbeitsagentur-Kundennummer – jaja, beim Arbeitsamt der Arbeitsagentur ist man Kunde! – konnten sie zugreifen. Und natürlich auf die Daten. Ich bekam dann erstmal eine Wartenummer.
Waren zwar nur 5 Leute vor mir dran, hat aber auch immerhin 35 Minuten gebraucht. Sie hat dann noch mal alles aufgerufen. Meine Frage, wer denn nun für was zuständig sei, beantwortete die Dame, die sich mir nicht mal vorgestellt hat und auch kein Namensschild auf dem Tischchen hatte mit “Jetzt sind wir für alles zuständig!". Mein Einwand, die Arbeitsagentur hätte gemeint, daß ich mich aber auch dort noch zu melden hätte, wurde niedergebügelt mit “Dann kennen die sich nicht aus. Wenn Sie bei uns sind, sind wir für Sie zuständig!". Nun ja, ich seh ja schwarz für meine Weiterbildung.
Ich bekam dann zwei neue Termine – erinnerte mich irgendwie ans Arbeitsamt – für Gespräche. Und natürlich einen Bogen mit Fragen. Abgesehen davon, daß ein Bogen meiner Meinung nach maximal 4 Seiten hat und dieser doch über wesentlich mehr verfügt, habe ich mich zu Hause nur noch geärgert. Dieser $§*#§!-Fragebogen ist der gleiche, den das Arbeitsamt benutzt. Nur in Grün. Die Fragen habe ich vorher beantwortet und dann hat sich die Tusse Mitarbeiterin bei der Arbeitsagentur die noch mal beantworten lassen. Und nun das Ganze nochmal? Haben die irgendwie Langeweile? Oder meinen, ich als Arbeitsloser leide an Demenz? Wie krank ist das denn?
Man man, also irgendwie scheint es bei dem Datenabgleich in bestimmten Dingen aber arge Lücken zu geben.