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Linuxer zahlen nix -- von wegen!
Gerade bin ich bei heise über einen Artikel gestolpert, der anhand der Firma Wolfire aufzeigt, daß auch Linuxer für gute Software bezahlen.
Viele Firmen entwickeln Software fast ausschließlich für Windows. Manche Firmen entwickeln dann noch eine Mac-Version ihrer Software, doch auch Linux zu bedienen fällt den meisten Firmen schwer. Die Begründung dafür sei die “schwierige Zielgruppe". Was nichts anderes meint als: “Die zahlen eh nix für unsere Software", wohl weil die meiste Software unter Linux kostenfrei ist.
Wolfire hingegen hat ein Spielebundle für alle 3 Plattformen herausgebracht. Und läßt den Nutzer zahlen, was er möchte (pay what you want). Das Geld wird dann gespendet.
In der jetzt gezogenen Bilanz stellt Wolfire fest, daß zwar 65 % der Nutzer die Spielversion für Windows und nur 14 % die Version für Linux downloaden, jedoch die Windows-User im Schnitt nur 6,78 $, die Linux-User jedoch stolze 13,65 $ zahlen! Mac-User liegen mit einem Anteil von 21 % und 9,61 $ im Mittelfeld.
Somit ergeben sich Gesamteinnahmen, die sich auf die Plattformen wie folgt verteilen: 52 % der Einnahmen durch Windows-User, 23 % durch Linux-User und 25 % durch Mac-User.
Ein stolzes Bild, ganz besonders dann, wenn man davon ausgeht, Linux-User würden nicht für Software bezahlen wollen.
Persönlich halte ich Shareware für gut. Erfüllt in der Regel ihren Zweck, und das zu einem humanen Preis. Auch auf dem Mac habe ich mir damals einige Lizenzen zugelegt von Software, von der ich begeistert war.
Auch heute noch würde ich für eine Linux-Version von RagTime Geld hinlegen. Ein geniales Programm, wirklich *seufz*. Da das allerdings keine Shareware ist, kostete die Mac-Version einige hundert Euro (die letzte 6er Version). Leider für mich unerreichbar. Genau wie der Server von RagTime. Ich weiß also nicht einmal, ob es dieses tolle Programm noch gibt.