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Ende des Castor-Transportes
So, nun hat der diesjährig letzte Castortransport nach nunmehr fast 126 Stunden sein Ziel in Gorleben erreicht.
Dieser Transport dürfte somit der längst andauernde
...
in der bisherigen Castor-Geschichte gewesen sein. Mit dazu beigetragen haben sicher diverse Sitzblockaden auf den Gleisen sowie Ankettungen von Greenpeace-Aktivisten, die eine Zeitverzögerung von 6 Stunden einbrachten. Des weiteren war es nach dem Bierlaster aus dem letzten Jahr diesmal ein blauer Transporter von Greenpeace, der ebenfalls noch einmal 7 Stunden Verzögerung brachte. Die größte Verzögerung dürfte jedoch die Pyramide der 4 Bauern der Bäuerlichen Notgemeinschaft auf dem Gleis gebracht haben: 14 Stunden haben sie blockiert. Da die Polizei nach diversen Meldungen wohl trotz verschiedener Warnungen sehr unbedacht (oder sollte man eher sagen: rücksichtslos?) vorging, haben sich die Aktivisten entschlossen, die Blockierung abzubrechen, da sonst das weitere Vorgehen der Polizei zu Quetschungen oder gar Abscherungen der in der Pyramide eingeschlossenen Hände geführt hätte.
Insgesamt ist das Vorgehen der Polizei wohl etwas ruppiger geworden. Nach unterschiedlichen Meldungen und Bildern
- gab es wohl Verletzte, weil die berittene Polizei mehrfach einfach so in die Menge geritten sei;
- gab es ebenfalls Verletzte, weil die berittene Polizei “einfach so aus Literflaschen” das Reizmittel in die Menge schüttete (kein Sprühnebel!);
- Journalisten und Fotografen abdrängte, ja sogar mit Pfefferspray angriff oder um Löschung von Bildern “bat";
- ganz besonders zum Schluß bei den Straßenräumungen arg viel Gewalt anwendete und sogar aus einem Sani-Camp Leute herauszog.
Die diversen Pressemeldungen dazu:
- Stellungnahme zur Räumung
- Pressemeldung zur Polizei-Räumung
- Pressemeldung zur Sani-Camp-"Räumung”
- eine weitere Meldung zur Polizei-Räumung
Ganz besonders faszinierend finde ich ja das Detail, dass 24 Stunden nach Passieren des Castor-Zuges in Richtung Maschen auf der Strecke ein Baum aufgrund des starken Windes auf die Oberleitung stürzte. Und weil das so gut zu sehen ist, raste ein Güterzug genau da hinein – und löste eine Explosion aus. Zu sehen ist das in einem Video der dort eingesetzten Feuerwehr Jesteburg. Und nun stellen wir uns alle mal vor, was passiert wäre, wenn das nicht nur ein Güterzug, sonder der Castor-Zug gewesen wäre …
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2 Kommentare
Also wenn du etwas genauer schaust, wirst du feststellen, dass ich zu dem Verhalten der Demonstranten nicht viel geschrieben habe.
Deren Verhalten(sänderung) kann ich nicht beurteilen, da ich dazu keinerlei Videos oder Bilder gesehen habe -- außer denen, die ich beschreibe (berittenen Polizei u. ä.).
Ich behaupte auch nicht, dass sie absolut freundlich und friedliebend waren -- obwohl ich das bei den meisten vermute.
Ähnlich bei der Polizei: auch dort nehme ich an, dass die meisten Polizisten bei entsprechend "freundlichen" Aktivisten ruhig und besonnen bleiben. Allerdings wirkt sich Gewalt, von der Polizei ausgehend, meist gleich sehr viel schlimmer aus, denn von Reizgas oder Pfefferspray ist dann im Allgemeinen eine sehr viel größe Menschenmenge betroffen als bei der Gewalt, die von "autonomen" Aktivisten ausgeht.