Kategorie: "Deutsche Post"

Abwurf-Einschreiben - der neue Service der Deutschen Post AG

April 8th, 2018

Die Deutsche Post AG scheint einen neuen Service anzubieten: Abwurf-Einschreiben.

Zwar steht auf dem Etikett noch “Einwurf-Einschreiben", das wird aber sicherlich zeitnah geändert. Preislich liegt der Service auf der gleichen Höhe wie das Einwurf-Einschreiben, bietet allerdings für Zusteller die gewünschte Freiheit: das Einschreiben dort abzuwerfen, wo man möchte. Passiert im Moment wohl noch nahe der angegebenen Adresse, jedoch definitiv nicht in die Briefkästen (der signifikante Unterschied zum Einwurf-Einschreiben).

Ablage Einschreiben
Sieht eher wie abgeworfen denn wie eingeworfen aus ...

Gesehen habe ich das in einer großen Wohnanlage in der Nähe. Der Name des Empfängers war definitiv nicht auf den Briefkästen. Um die Sendung dennoch als “Zugestellt” vermerken zu können, wurde sie abgeworfen, so dass der Absender sich nicht mit Adreßkorrekturen oder sonstigen Dingen, die Rückläufer so mit sich bringen, rumärgern muß.

Fatal nur für den Empfänger, dass der Absender gerichtsfest eine Zustellung nachweisen kann …

Sendungsstatus Einschreiben
Der Sendungsstatus des Abwurf - äh, Einwurf-Einschreibens ...

72 Stunden

März 3rd, 2016

… sagte er, “dann haben Sie eine Rückmeldung. Spätestens!” Also, wann ich denn endlich mein Paket bekomme, das da laut Tracker noch immer in der Packstation vor sich hingämmelt. Und heute wohl rausfliegt.

“Ich kann für Sie die Abholfrist verlängern” meinte die Kundenberaterin vorhin am Telefon zu mir. Äh, für mich? Ich möchte das da nicht länger drin haben, ich möchte es endlich zu Hause haben. Also meinte ich nur, Sie könne machen, was Sie wolle. Eine Abholfrist würde sie nur für sich bzw. DHL verlängern, nicht für mich. Ich will das Paket. Würde das allerdings zum Absender zurückgehen (den Sie mir nicht nennen wollte), würde ich richtig bösen Ärger machen. Das könne Sie sich dann gleich schon mal notieren.

“Ah, dann nehme ich noch mal eine Beschwerde auf - ich sehe gerade, die letzte ist bisher noch nicht bearbeitet". Noch nicht bearbeitet? Seit 3 Tagen? Echt? Ich kann hier echt nur noch den Kopf schütteln. Und dann hatte die da doch ernsthaft sehr laue Phrasen drin in der neuen Beschwerde. Ich habe ihr dann erstmal die Gewürze gereicht und gebeten, davon ausgiebigst Gebrauch zu machen.

Liebe Leute bei DHL, gehts noch? Erst könnt ihr das Paket nicht an der Haustür zustellen und karrt das, obwohl in unmittelbarer Nähe 2 Packstationen und eine Filiale vorhanden sind, in eine Packstation in 3,5 km Entfernung. Bekommt der Fahrer dafür Bonuspunkte? So à la - je weiter vom Kunden entfernt, desto mehr. Pro Meter 1 Punkt oder so? Und nach einer Beschwerde, die erst nach einer Klickorgie auf eurer Website und einem Anruf bei 0228-4333112 in eine Verbindungsorgie - und jeder, wirklich jeder will erstmal die Paketnummer haben (warum eigentlich? Arbeitsnachweis?) - gelangt man dann an die zuständigen Mitaarbeiter, die einen dazu bringen wollen, das selbst auf der Website auszulösen. Ohne natürlich eine Beschwerde aufzunehmen.

Und nachdem man dann doch eine Beschwerde aufnehmen lassen hat und der Mitarbeiter die erneute Weiterleitung des Pakets ausgelöst hat, soll alles innerhalb von 72 gelaufen sein. Haha. Sieht man ja. Nix ist passiert innerhalb der 72 Stunden. Die Beschwerde ist noch unbearbeitet. Beste Kundenservice ever, echt! Ich bin hochbegeistert. Mal sehen, in welchem Jahrhundert ich das Paket dann zugestellt bekomme - wenn es bis dahin in der Packstation nicht vergämmelt ist …

Pony-Express

April 14th, 2015

Der Pony-Express soll laut Wikipedia schon am 3. April gestartet sein. Google ist heute der festen Überzeugung, dass der 155. Jahrestag wäre.

Und hat mir in dem Spiel (Google Doodle) gezeigt, warum meine Post so lange unterwegs ist, sofern sie denn ankommt. Vermutlich arbeitet die Deutsche Post AG auch noch nach diesem Prinzip.

Google Doodle
Google Doodle am 14.04.2015 anlässlich des 155. Jahrestages des Pony Expresses

Kundenservice!?

Februar 28th, 2015

Eben, bei der Post (oder offiziell: Postbank-Filiale mit Postdienstleistungen an max. 5 Schaltern und 3 Bankschaltern): eine Riesenschlange an wartenden Kunden, die von 3 Postschaltern abgearbeitet wird. Es wird vorgerückt und zum nächst freien Schalter gegangen.

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CeBIT-Presse-Ticket gesperrt

März 2nd, 2010

In meinem letzten Post hatte ich recht vorsichtig formuliert, daß ich wohl über ein Presseticket zur CeBIT verfügen würde. Warum so vorsichtig? Ich war der Meinung, ich würde das alles zugeschickt bekommen. Es kam aber nichts.

Gestern warf mich leider ein Migräneanfall mittags für den restlichen Tag danieder. Somit konnte ich dann gestern nicht zum Messegelände, um meine Unterlagen abzuholen und das abzuklären. Heut war ich dann da. Und – tataaa – die Überraschung: ich bin schon akkreditiert. Seit dem 18. Februar! Und seitdem sind die Unterlagen auch schon rausgeschickt!

Lieber Posträuber, wer auch immer du sein magst und wo immer du auch sitzt: ich werd dich nicht bekommen, das ist mir klar. Es sei denn, ich würde Briefbomben verschicken. Aber: Der Ausweis ist nun gesperrt! Heut magst du ja damit noch hineingekommen sein, ab morgen ists vorbei. Denn dann komm ich mit meinem neuen Ticket hinein.

Und ja, ich werde mich weiterhin über diesen schlampigen Postdienst aufregen. Ich sehe allerdings inzwischen ein, daß es absolut keinen Wert mehr hat, sich über zerknickte Arbeitszeugnisse oder andere Dinge wie zum Beispiel absolut korrekt adressierte Briefsendungen, die als unzustellbar zurück gehen, gegenüber dem Kundenservice auszulassen. Der versagt einfach jedesmal kläglich. Es ist einfach nur absolut traurig, dass so etwas in Deutschland passiert. Und enttäuschend.

Sonst. Aufwand

August 9th, 2007

Vor ein paar Tagen bekam ich den monatlichen Kontoauszug meiner Bank. Dort steht (leider) nicht viel drauf. Allerdings einer der Posten war mir unverständlich: “Sonst. Aufwand” und dann noch eine Zahlenkolonne. Dafür sollte ich dann 25,50 EUR berappen. Ein bißchen viel, um ungeklärt zu bleiben.

Also rief ich an. Und erfuhr, daß wohl im Juni oder Juli mein Zusteller (oder meine Zustellerin) nicht in der Lage war, den Brief zuzustellen. Und wohl mit einem “Unbekannt verzogen"-Vermerk zurückgehen ließ. Und das Ganze dann in einer Einwohnermeldeamtsanfrage meiner Bank mündete. Dafür soll ich nun 25,50 EUR berappen.

Heftig. Und gar nicht lustig. Ich hoffe doch, daß ich diese zurückerstattet bekomme.

Kontakt mit der Post

September 11th, 2006

Nun habe ich also letzte Woche 2 Einschreiben mit Rückschein verschickt. Ziemlich teuer, 4,40 EUR pro Brief. Was solls, war wichtig.

Am Samstag hatte ich dann ein Kärtchen zurück. Von dem anderen fehlt jede Spur. Und der Postbote konnte wieder nicht lesen – hatte überall Werbung reingedonnert, obwohl ein wirklich riesengrosses Schild dranklebt, was dieses untersagt. Den krall ich mir das nächste Mal und mach einen Lesetest mit dem. Nun gut, wo war ich stehengeblieben? Ah ja, das Kärtchen.

Also habe ich unter post.de nachgeschaut, was mit meinen Einschreiben ist. Liegen laut System beide im Postamt zur Abholung vor. Seltsam, da das eine Kärtchen, was ich ja schon habe, unterschrieben ist. Vom Empfänger. Wer hat denn da bloß unterschrieben?

Nun gut, dachte ich mir. “Füllste halt das Kontakformular aus und bittest um Klärung!". Gedacht, getan. Und abgeschickt. Nach einigen Sekunden gibt es dann eine Vorschau – ich könnte korrigieren oder absenden. Also abgesendet das Ganze. Und gewartet.

Und weiter gewartet. “Diese Anwendung ist nicht verfügbar (PIF 00501).” Aha. Also auf “Weiter” geklickt. Und schwupps – befand ich mich wieder auf der allerersten Seite mit der Übersicht über die Kontaktformulare. Nix mehr zu sehen von meinem mühsam eingegebenen Text.

Na klasse! Liebe Postler, vielleicht solltet ihr dieses dusselige Formular noch mal überarbeiten. Oder ist das gezielt so gestaltet? So gibt es dann bestimmt keine Nachfragen. Das kann es ja nun nicht sein. Muss ich morgen also noch Telefongeld ausgeben und hab dann wieder keine Kopie meiner Anfrage. Das ist Murks.

Schnelle Antwort

Februar 4th, 2005

So, das ging schnell. Die Post hat geantwortet. Entsprechend ist auch die Qualität des Schreibens ? aber überzeugt euch selbst (die Rechtschreibfehler in den Zitaten korrigiere ich hoffentlich nicht weg &#59;) ).

Da heißt es also

(?) vielen Dank für Ihre Mitteilung, in der Sie anfragen, warum es Ihnen in der Postfiliale Hannover XX [Filialnummer von mir verschleiert] nicht die Möglichkeit gab, einzelne Sonderbriefmarken zu kaufen.

Nun ja, angefragt hatte ich das mal in einem anderen Schreiben. Bei der letzten Beschwerde wollte ich nur wissen, warum das nicht möglich ist, was sie mir schrieben ? nämlich der Verkauf der einzelnen Sondermarken als Einzelmarke. Nun ja.

Es tut uns Leid. das man Ihnen keine einzelnen Sonderbriefmarken verkaufen wollte. Jede Postfiliale sollte an einem Schalter unseren Kunden die Möglichkeit bieten, Sonderbriefmarken und einzelne Marken zu kaufen. Dass man Ihnen in Hannover XX [Filialnummer von mir verschleiert] nur Gebinde verkaufen wollte, bedauern wir sehr. Ihre Verärgerung können wir gut nachvollziehen.

Aha. "sollte" ? sollte da nicht besser ein "muß" stehen?

Wir haben Ihre Reklamation weitergeleitet, damit in der Filiale mit den Mitarbeitern der Sachverhalt noch einmal geklärt wird.

Die Ihnen entstandenen Unananehmlichkeiten bedauern wir und bitten Sie dafür um Entschuldigung. Wir hoffen, Sie künftig wieder von der Qualität unserer Dienstleistungen zu überzeugen.

Na, da bin ich ja mal gespannt, ob sich das klärt. Werd dann wohl in einer Woche noch mal Sondermarken kaufen gehen. Und "Quälität der Dienstleistungen": wie soll man das bewerten? Entweder es klappt mit den Marken oder es klappt nicht. Und bisher klappt es nicht. Kaufen muß ich dann trotzdem Marken, denn leider gibt es die nur bei der Post ?

Einzelmarken ? und es nimmt kein Ende

Februar 1st, 2005

Heut war ich wieder in meinem Postamt. Um Marken zu kaufen.

Natürlich Sondermarken ohne Zuschlag ? die gefallen mir einfach am besten. :p Tja, und was soll ich sagen: an dem Schalter, an dem ich stand, gab es keine. Also wurde ich zum Schalter für den Einzelmarkenverkauf geschickt. So weit, so gut.

Doch dann: "Sondermarken ohne Zuschlag kann ich Ihnen nur als 10er Pack verkaufen." Ich wollte aber partout nur 4. Gabs nicht. Und das trotz meiner Beschwerde und der schriftlichen Antwort vom Postservice, in der es da heißt:

Aufgrund dieser Entwicklung und um den Bestand von Briefmarken möglichst gering zu halten, aber kundenorientiert und nachfragegerecht vorhalten zu können, haben wir die Konzentration des Einzelmarken-Verkaufs an einem Verkaufsplatz vorgenommen.

Tja, liebe Post: war wohl mal wieder nix mit Kundenservice, oder? Nun ja, ich hab daraufhin dann erneut das Service-Telefon der Post angerufen und mich bei Frau Abra. aus Schwerin beschwert und um eine schriftliche Stellungnahme gebeten. Bin ja mal gespannt, was diesmal als Antwort kommt.

Kunden sind zu blöd und Labeln geht schneller?

Dezember 24th, 2004

Heut gabs Post. Nein ? nicht vom Weihnachtsmann :>>

Post auf meine Beschwerde vom 21.12.. Von der Post. Hätt ich nicht gedacht. Ich werde das Antwortschreiben mal in Auszügen zitieren.

Nachdem man also mit Bedauern feststellt, daß ich mich beschwert habe, erklärt man mir die Vorgehensweise der Mitarbeiter, die ich am Telefon detailiert beschrieben hatte. Und warum man nun also weniger Briefmarken verkauft.

(?) Seit dem 01.07.04 wurde in allen größeren Filialen eine zentrale Briefmarkenkasse eingeführt.

Stimmt, eine. Und das in größeren Filialen. Ob man sich mal Gedanken darüber gemacht hat, ob man dann schnell zu seinen Briefmarken kommt?

In den meisten Fällen, in denen Kunden einzelne Briefmarken kaufen möchten, bringen diese ihre Briefsendunge mit in die Filiale. In der Vergangenheit musste dabei oftmals das Gesamt-Porto durch mehrere verschiedene Briefmarken zusammengesetzt und bei Briefzusatzleistungen, wie z.B. Einschreiben, zusätzlich ein Label aufgeklebt werden. Seit Anfang dieses Jahres gehört dieses z. T. sehr umständliche Verfahren der Vergangenheit an.

Also daß ich meine Sendung mit zur Post nehme, wenn ich sie dort frankieren lassen will, ist ja wohl logisch! Schließlich will ich sie ja auch mit der Post versenden! Und wenn das Porto aus verschiedenen Marken zusammengesetzt werden muß, dann liegt das an unpassenden Marken oder an dusseligen 1- oder 2-Cent-Restmarken aus den Automaten. Und das Label ist z. B. beim Einschreiben logisch, oder?

Einzelne Sendungen werden (?) mit einer so genannten DIGITALMARKE frankiert, die bedarfsgerecht (?) mit einem Labeldrucker erstellt wird. Der Vorteil dieser DIGITALMARKE ist eine schnellere Kundenbedienung, da diese individuell ausgedruckte Marke jedes erforderliche Porto abbildet und beim Versand mit Briefzusatzleistungen auch die notwendige Zusatzinformation enthält. Für unsere Kunden hat sich dieses Verfahren bereits erfreulich auf die Wartezeit ausgewirkt.

Nun ja, vielleicht liegt es daran, daß sich in meinem Postamt alle anders verhalten als am Schreibtisch ausgedacht und vorgestellt? Wenn ich ein Einschreiben mit Rückschein benötige, so muß dieser noch immer ausgefüllt werden. Die Wartezeit ist somit mindestens genauso lang. Und die Digitalmarke enthält ebenfalls nicht meinen Absender. Des weiteren muß sie ausgedruckt werden. Das heißt, jeder, und wirklich jeder Schalter muß mit einem solchen Drucker ausgestattet werden. Also die nächste Portoerhöhung ist gesichert. Und ich glaube nicht, daß das dort verwendete Thermoverfahren und die speziellen Label umweltfreundlich sind. Und wieso sollte der Kunde schneller bedient sein? Das Ausdrucken dauert mindestens genauso lang wie das Herausgeben der Marken ? meist noch länger.

Gleichzeitig mit der Einführung der DIGITALMARKE wurden ebenfalls ab Januar 2004 für alle wichtigen Briefmarkenwerte praktische Sets mit selbstklebenden Marken eingeführt. Damit wurde dem Kundenwunsch nach einem praktischen, selbstklebenden Angebot für die Bevorratung entsprochen. Die Beliebtheit und Nachfrage nach diesen aus attraktiven Motiven bestehenden Briefmarken-Sets mit 10, 20 oder mehr Marken haben die Nachfrage nach Einzelmarken zum Mitnehmen zusätzlich gesenkt. Schlussendlich war festzustellen, dass der Einzelmarken-Verkauf in den größeren Filialen zum Teil erheblich zurückging.

Also, Kundenwunsch ist so eine Sache. Mich hat man nicht gefragt, und ich habe auch nix von einer Umfrage in meiner Center-Filiale mitbekommen. Also bezweifle ich mal, daß das ein großer Kundenwunsch war. Vielleicht nur ein Wunsch(-Gedanke)?
Und daß sich nun jeder Kunden mit 10 oder gar 20 Marken eines Wertes bevorraten will (zumal das dann immer das gleiche Motiv ist), bezweifle ich auch arg. Ich vermute eher, daß diese Kunden resigniert haben und zu den 10er oder 20er-Sets gegriffen haben. Und dazu noch selbstklebend ? umweltschädlich und mit höherem Aufwand bei der Herstellung verbunden.
Und daß dann der Verkauf von Einzelmarken zurückgeht, ist irgendwie logisch, oder? Und wenn es praktische Sets für "alle wichtigen Briefmarkenwerte" gibt, wieso muß dann der "das Gesamt-Porto durch mehrere verschieden Briefmarken zusammengesetzt" werden? Haben die dort diese Marken nicht zur Verfügung? Ist irgendwie widersprüchlich.

Aufgrund dieser Entwicklung und um den Bestand von Briefmarken möglichst gering zu halten, aber kundenorientiert und nachfragegerecht vorhalten zu können, haben wir die Konzentration des Einzelmarken-Verkaufs an einem Verkaufsplatz vorgenommen.

31 Worte, 1 Satz und fast 3 Zeilen ? wow. Man könnte obiges auch anders interpretieren: Um uns von der Nachfrage nach Sondermarken zu befreien, haben wir den Verkauf auf einen Schalter konzentriert und hoffen aufgrund der langen Wartezeiten dort, den Kunden von diesem Wunsch zukünftig ganz abzubringen. So wäre jedenfalls meine Interpretation.

Aber es geht ja noch weiter:

Wie beschrieben, werden bei der Einlieferung von einzelnen Briefen jetzt die DIGITALMARKEN direkt per Labeldrucker erstellt und aufgeklebt. Einem Kunden mit dem Wunsch nach einzelnen Briefmarken bieten wir zunächst ein 10er MARKENSET mit selbstklebenden Briefmarken zur Bevorratung an, damit er nicht erneut wegen einer einzelnen Briefmarke eine Filiale aufsuchen muss. Falls der Kunde allerdings nur eine einzelne Briefmarke (und keinen Vorrat) wünscht, stehen ihm unser Einzelmarken-Verkaufsplatz oder die Briefmarkenautomaten zur Verfügung.

Kunden, die Einezlmarken wünschen, erhalten auch weiterhin das gesamte Briefmarkensortiment (?) am Einzelmarken-Verkaufsplatz, der auch ständig besetzt ist. (?) Gerne wird der Kunde an diesen Verkaufsplatz geleitet. Dort muss er sich nicht erneut anstellen, sondern wird direkt nach dem aktuellen Kunden bedient. Zusätzlich stehen für den Kauf von einzelnen Briefmarken auch unsere Briefmarkenautomaten zur Verfügung.

Aha, nun werden also alle Briefe mit einem noch auszudrucken Label bedruckt, damit es schneller geht? Und Wiederholungen von einem Absatz auf den Nächsten ? die Automaten scheinen ja beliebt zu sein beim Briefeschreiber. Aber zurück zum Thema: Ich wollte eine Bevorratung ? allerdings nicht mit selbstklebenden Marken. Und hätte sogar 10 Stück genommen! Und aufsuchen muß ich meine Filiale auch dann wieder ? wenn die 10 alle sind. Ob ich da nun 2 oder 20 nehme, wiederkommen muß ich trotzdem, liebe Post.
Und das Hinüberleiten an den Verkaufsplatz bestand in der Aussage "Einzelne Marken gibts hier nicht, da müssen Sie an den Schalter gehen." Mein Hinweis "Der ist doch geschlossen!" wurde dann nur mit einem Achselzucken beantwortet. Soviel zu "der auch ständig besetzt ist".

Die Kennzeichnung des Einzelmarken-Verkaufsplatzes wurde vor der Einführung in 52 Pilot-Filialen getestet. Der Test sorgte in unseren open-service-Filialen mit zentralem Wartepunkt für erhebliche Verwirrung der Kunden. Viele Kunden, die nur einen Brief versenden wollten, warteten darauf, dass der gekennzeichnete Verkaufsplatz frei wurde. (?)

Nun ja, ich kann mir schon vorstellen, warum die Kunden verwirrt waren. Wenn die Kennzeichnung genauso kundenunfreundlich war wie der obige Absatz, ist das kein Wunder. Und außerdem sieht man doch, warum es nicht klappte ? es warteten Kunden mit nur einem Brief. Wahrscheinlich stand da so etwas wie "Einzelmarken-Verkaufsplatz" oder so. Hätte man es gekennzeichnet mit "Einzelne Sondermarken nur hier" wäre das sicherlich nicht passiert. Meine Filiale war jedenfalls nicht unter den 52 und gehört trotzdem zu den "open-service-Filialen mit zentralem Wartepunkt" &#59;)

Fazit: meine Beschwerde wurde mehr oder minder mit einem Standard-08/15-Brief abgebügelt. Und man begründet einen Rückzug aus dem Einzelmarkenverkauf mit einem Rückgang des Verkaufs, den man selbst verursacht. Was aber meiner Meinung nicht rechtfertigt, den Kundenservice entsprechend zu reduzieren.

Ach ja: und der Einzelmarken-Verkaufsschalter ist in meiner Center-Filiale nicht ständig besetzt? Da weiß wohl noch nicht einmal der Dienststellenleiter von der Vorschrift, oder?